Pfalzeler halten die Erinnerung wach
Trier-Ehrang · Die Kriegsgräberstätte in Pfalzel ist neu gestaltet worden. Die Initiative Pro Pfalzel reinigte Grabsteine und spendete einen Gedenkstein für die Kriegstoten und Gefallenen der zwei Weltkriege. Im Rahmen eines Festakts wurde das neue Mahnmal eingeweiht.
Trier-Ehrang. Es ist der Heiligabend des Jahres 1944, der vielen Pfalzelern in schrecklicher Erinnerung geblieben ist: Bei einem großen Bombenangriff kamen dort 125 Menschen ums Leben. Seitdem sind fast 70 Jahre vergangen. "Die Überlebenden der Tragödie stehen auch heute noch fassungslos vor den Gräbern ihrer Angehörigen", sagt Ortsvorsteher Werner Pfeiffer.
51 000 Euro vom Bund
Die Kriegsgräberstätte allerdings, steinernes Mahnmal für den Frieden, war in die Jahre gekommen. "Die Kreuze waren schief, die Schrift kaum noch lesbar, Unkraut allerorts", sagt Horst Görgen, Vorsitzender der Initiative Pro Pfalzel (IPP). Nun präsentiert sich das Gräberfeld wieder in würdevollem Zustand, neu gestaltet mit Natursteinen und frischer Bepflanzung. Aus Bundesmitteln standen 51 000 Euro zur Verfügung.
Die IPP beteiligte sich an den Erneuerungsmaßnahmen der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) und des Grünflächenamts, unterstützt vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Mitglieder der Initiative reinigten und imprägnierten die Grabkreuze und spendeten einen Gedenkstein für alle Kriegstoten und Gefallenen auf dem Friedhof. Zuvor hatten sie dort bereits Kapelle, Halle und Bänke saniert.
Festakt zur Einweihung
Im Rahmen eines Festakts haben nun ADD-Präsidentin Dagmar Barzen, Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani, Ortsvorsteher Werner Pfeiffer, VDK-Bezirksgeschäftsführerin Bettina Hörter sowie Mitglieder der IPP die neu gestaltete Kriegsgräberstätte eingeweiht; Pfarrer Hans-Jonas Weber sprach den Segen. Stimmungsvoll gestaltet wurde die Feier vom Musikverein Pfalzel und der Chorgemeinschaft Föhren/Pfalzel. DQ