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Pfalzeler hoffen auf neue Eltzstraße

Pfalzeler hoffen auf neue Eltzstraße

Das lange Warten auf die Sanierung der wichtigen Verkehrsachse könnte bald ein Ende haben. Die Stadtverwaltung will das Projekt mit Priorität behandeln. Doch noch sind einige Voraussetzungen zu erfüllen.

Trier-Pfalzel Die Eltzstraße ist ein Dauerthema in Pfalzel. Überholmanöver im Stadtteil, dürftiger Straßenbelag und nur ein einseitiger Gehweg liefern immer wieder Gesprächsstoff. Dabei steht die Erneuerung der Hauptverkehrsstraße schon seit 2005 auf dem Plan der Stadtverwaltung.
Noch unter Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani war einst die Debatte um einen Zebrastreifen und die Sicherheit von Fußgängern entbrannt (der TV berichtete). Vor dieserm Hintergrund forderte Ortsvorsteherin Margret Pfeiffer-Erdel kürzlich, die Außenstadtteile nicht zu vergessen.
Die geplante öffentlichkeitswirksame Aktion der Pfalzeler auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung war jedoch ausnahmsweise nicht nötig. Knapp 15 Bürger waren erschienen, und auf zwei Protestschildern war zu lesen: "Achtung Gefahr Eltzstraße" und "Erneuerung der Eltzstraße der größte Beschiss?". Ortsvorsteherin Margret Pfeiffer-Erdel eröffnete die Sitzung unter dem Motto "vertrösten und abwarten gilt nicht mehr".
Die Stadtverwaltung hatte die Signale schon im Vorfeld erhört. Das Projekt Eltzstraße bekomme nun oberste Priorität, erklärte Wolfgang van Bellen, Leiter des Tiefbauamtes. Eine im TV veröffentlichte Prioritätenliste der Stadtverwaltung hatte noch einen Schock bei den Pfalzelern ausgelöst - ausgerechnet die Eltzstraße fehlte. Doch aus einem bestimmten Grund, wie van Bellen erläuterte: In der Liste sei es nur um die Straßenunterhaltung gegangen, bei der Eltzstraße müsse man jedoch von einem Straßenausbau sprechen.
Nach dem Baubeschluss 2011 sei dieser Ausbau für dringendere Maßnahmen wie die Loebstraße oder die Treviris-Passage immer wieder verschoben worden.
Trotz Zusage ist der Baubeginn dieses Jahr noch nicht in Sicht. Sowohl die Bewilligungen vom Land als auch von der Deutschen Bahn stehen noch aus. Für die Erneuerung der Straße müssen die Signale am Bahnübergang versetzt werden. Dabei gebe es mittlerweile höhere Auflagen, erklärt van Bellen. An dieser Stelle soll eine Insel eingebaut werden, um zu verhindern, dass Autofahrer durch sogenanntes Schneiden über die Gegenfahrbahn fahren. Zur Reduzierung der Geschwindigkeit soll auf Höhe "Zur Wallmauer" die Fahrbahn stark verengt werden.
Wenn das von der Stadtverwaltung angestrebte einfache Genehmigungsverfahren bei der Bahn Erfolg hat, soll die Ausschreibung noch in diesem Jahr folgen. van Bellen stellt in Aussicht, dass in diesem Fall im März/April 2018 Baubeginn sein könnte.
Um die Verkehrssicherheit in der Zwischenzeit zu verbessern, versprach die Verwaltung den Pfalzelern eine Begehung vor Ort mit Beteiligung verschiedener Ämter.