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Phantom-Panther beschäftigt auch Behörden

Phantom-Panther beschäftigt auch Behörden

Der Panther in den Wäldern über dem Ruwertal (Kreis Trier-Saarburg) wird vom Phantom zur Realität. Immer mehr Augenzeugen berichten von dem geheimnisvollen Tier. Auch bei den Behörden setzt sich die Überzeugung durch, dass eine exotische Großkatze durch die Wälder streift.

Seit Monaten schrecken in der Region die Berichte von einem herumstreunenden schwarzen Panther. Es wird vermutet, dass das Tier 2009 aus einem französischen Privatgehege entwischt war. Erste Hinweise auf die Großkatze kamen aus den belgischen Ardennen. Dann zog sich die Spur über Belgien, Luxemburg und die Westeifel bis in den Kreis Trier-Saarburg. Dort tauchte das „große Tier mit schwarzem, glänzenden Fell“ im Ruwertal und den angrenzenden Wäldern auf. Inzwischen ist das Tier dort viermal gesichtet worden - einmal bei Mertesdorf, zweimal bei Farschweiler und einmal in der Nähe des Riverisstausees.

Auch die örtlichen und überörtlichen Behörden schließen nicht mehr aus, vor einem echten Panther-Problem zu stehen. Inzwischen beschäftigt sich die obere Naturschutzbehörde bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (GSD) in Koblenz mit dem Fall. Sollte es sich tatsächlich um einen Panther handeln, darf er nicht einfach erlegt werden. Das als nicht jagdbar eingestufte Tier steht unter Artenschutz. Eine mögliche Gefährdung von Menschen wird gering eingeschätzt. Nach Expertenmeinung greifen Panther nur an, wenn sie extrem gereizt oder in die Enge getrieben werden.