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Pioniere in der Dokumentation

Pioniere in der Dokumentation

TRIER. Die ersten Absolventen der Bundeswehr haben ihre Ausbildung an den Euro-Schulen Trier zu Medizinischen Dokumentationsassistenten (MDA) nach 22 Monaten beendet. Im April 2005 startete die zweite Gruppe in den Lehrgang. Weitere wird es vermutlich wegen der laufenden Bundeswehr-Umstrukturierungen am Standort Trier nicht geben.

Wer in den vergangenen Monaten als Passant durch die Nagelstraße gegangen ist, konnte dort häufig eine Gruppe junger Menschen in Uniform sehen. Das waren die ersten Bundeswehr-Absolventen eines MDA-Lehrganges an den Euro-Schulen Trier. Nun erhielten sie ihre Zeugnisse. Die Bundeswehr-Klasse lag mit einem Notendurchschnitt von 1,8 über dem Mittel anderer Absolventen. Sieben Abschlussarbeiten wurden mit der Note sehr gut bewertet. Die Teilnehmerliste sei im Gegensatz zu den üblichen Bewerbungsverfahren von der Bundeswehr aufgestellt worden. "Aber wir hätten keine bessere Auswahl treffen können", sagte Ute Heck, Leiterin der Euro-Schulen Trier. Alle 17 Soldaten, die im April 2004 mit der Ausbildung begonnen hatten, haben sie auch beendet. Guter Gruppengeist

"Das ist nicht immer so", lobte Ulrich Wirth, Leiter der Berufsfachschule MDA, den Ehrgeiz der Absolventen, die ohne Ellenbogeneinsatz einen guten Gruppengeist bewiesen hätten. Dazu hätten auch Stadtführungen, Weinproben und auch gemeinsame Besuche von Ausstellungen beigetragen. "Sie haben mit dieser Ausbildung Pionierarbeit als Grundstock für die eigene Arbeit geleistet", gab Oberst Claus Rosenbauer vom Verteidigungsbezirkskommando 42 den Soldaten mit auf deren beruflichen Weg. Und ihr Berufsweg wird sie in eines der fünf Bundeswehrkrankenhäuser und in neue Dienststellen im Sanitätsdienst führen, wo sie die anfallenden Informationen wie etwa über Diagnose und Behandlung erfassen, dokumentieren und verarbeiten und somit Ärzte, Schwestern und Pfleger entlasten werden. Als Klassenbester erhielt Sebastian Schlegel mit einem Notendurchschnitt von 1,2 die besondere Anerkennung seiner Vorgesetzten. Den Carl-von-Linné-Gedächtnispreis verliehen die Euro-Schulen für die besten Abschlussarbeiten an Maik Zimmermann und Sven Müller.