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Plaktives Symbol und Gespräche

Plaktives Symbol und Gespräche

Die Umwelt- und Flüchtlingspolitik sowie soziale Gerechtigkeit waren die Hauptthemen, die die grünen Spitzenkandidaten, Eveline Lemke und Daniel Köbler, in Trier angesprochen haben. Die Landespolitiker haben den Schwerpunkt bei ihrem Wahlkampfauftritt auf persönliche Gespräche gelegt.

Trier. Trierer Kornmarkt am Samstag, kurz nach 11 Uhr. Die Erde ist eine Halbkugel. Der eigentlich sechs Meter hohe, aufblasbare Globus mit der Aufschrift "Es gibt keinen Planet B", mit dem die Grünen auf Wahlkampftour sind, wird noch mit Luft gefüllt. Während Spitzenkandidatin Eveline Lemke schon mit dem Auto da ist, kommt ihr männliches Pendant Daniel Köbler mit dem Fahrrad. Die Trierer Grünen haben ihm gezeigt, wo die Fahrradstation am Bahnhof entstehen soll. Köbler lobt das Projekt bei seiner anschließenden kurzen Rede. Er kündigt an, dass die Grünen in Trier auch ein Fahrradverleihsystem aufbauen wollen. "Jeder kann was tun", sagt er im Hinblick auf den Klimawandel. Vom Klimaschutz (Ausstieg aus Atom- und Kohleenergienutzung, alternative Energien) schlägt er den Bogen zur Flüchtlingspolitik. Werde die Erderwärmung nicht auf zwei Grad begrenzt, würden sich Millionen weiterer Flüchtlinge auf den Weg machen. Klimaschutz bedeute also auch, Fluchtursachen zu bekämpfen. Letzteres ist weiterhin für die Grünen der Weg, um Flüchtlingszahlen zu verringern. Dass sich ihre Flüchtlingsstrategie nicht geändert hat, müssen sie an diesem Tag mehrfach erklären. Denn Berichte über ein internes Diskussionspapier, das an die Medien gelangt war, klangen teilweise anders (der TV berichtete).Landtagswahl 2016


Lemke stellt im Gespräch mit dem TV klar: "Wir wollen im Gegensatz zu Julia Klöckner nicht die innereuropäischen Grenzen schließen und Tageskontingente einführen." Den Grünen gehe es um die Steuerung des Flüchtlingsstroms an den EU-Außengrenzen. Über Einreisezentren dort sollten die Flüchtlinge legal in die EU gelangen können. Die Grünen hielten weiter an dem Ziel fest, das auch die Kanzlerin verfolgt: Es sollen Kontingente zur Verteilung der Flüchtlinge in Europa gebildet werden. Lemke erinnert an die Genfer Flüchtlingskonvention und betont: "Asyl kennt keine Obergrenzen."
Die Passanten ruft sie auf, das Gespräch mit den Spitzenkandidaten zu suchen. Darauf liegt an diesem Tag der Schwerpunkt. Der Direktkandidat von Trier-Stadt, Thorsten Kretzer, spricht sich gegen Meulenwaldautobahn und Moselaufstieg aus sowie für bezahlbare Mieten durch eine Mietpreisbremse.