Planung für Moselaufstieg Trier frühestens 2020 keine Planung für Ortsumgehung Zewen

Kostenpflichtiger Inhalt: Frühestens 2020 : Erst Fledermauszählung, dann Moselaufstiegplanung

Der Moselaufstieg  zwischen der A 64 und Konz hat es zwar in den vordringlichen Bedarf im Bundesverkehrswegeplan geschafft. Es gibt jedoch Gründe, warum es bei diesem und bei anderen Projekten mit der Umsetzung noch dauert.

Er war sprichwörtlich zu den Akten gelegt. Der Moselaufstieg. Doch im aktuellen Bundesverkehrswegeplan hat es das umstrittene Projekt in den vordringlichen Bedarf geschafft. Nur Projekte aus dieser Kategrorie werden umgesetzt. Gebaut wird jedoch bisher nicht. Der TV hat nachgehört, wie es um dieses und weitere Straßenprojekte aussieht.


Moselaufstieg Zwar gibt es etliche Untersuchungen über die Auswirkungen eines Moselaufstiegs, der vom Kreisel zwischen Konz und Wasserliesch über die Mosel bis zur A 64 bei Trierweiler führen würde. Doch die Unterlagen zum Planfeststellungsbeschluss von 2004 gelten als veraltet. Im vergangenen Jahr hieß es vom Landesbetrieb Mobilität (LBM), dass ein neues Verkehrsgutachten im Sommer 2019 vorliege. Inzwischen lautet die Auskunft aus der LBM-Zentrale: „Wir erwarten den Abschluss der Verkehrsuntersuchung in diesem Jahr.“ Die Verkehrszahlen würden unter anderem in die Umweltverträglichkeitsstudie einfließen.

Die Menge der neuerlich erhobenen Daten ist laut Landesbetrieb enorm und umfasst 22 Knotenpunkte, darunter der Knoten Kenner Haus. „Das beauftragte Büro ist derzeit dabei, die erforderlichen Strukturdaten zur Erstellung einer Verkehrsprognose zu erheben.“ Dazu werden laut LBM beispielsweise die vorgesehenen Vorhaben der Kommunen (Erschließung von Wohngebieten, Gewerbegebieten, etc.) erfragt.

Laut Bundesverkehrswegeplan sollen täglich rund 13 000 Fahrzeuge auf der neuen rund sechs Kilometer langen Straße zwischen Moseltal und den ersten Eifelhöhen unterwegs sein. Die geplanten Kosten liegen bei rund 60 Millionen Euro. Das Vorhaben wird von den Kammern gefordert, ist jedoch politisch im Landkreis Trier-Saarburg, in der Stadt-Trier, in Igel und auch in Trier-Zewen durchaus umstritten (siehe weiteren Text).

Es werden nicht nur Verkehrsströme untersucht. Ebenfalls läuft unter anderem noch die Kartierung des Fledermausbestands. Diese Arbeit dient dazu, die Umweltverträglichkeitsstudie zu vervollständigen, die für die Überprüfung des raumordnerischen Entscheids aus dem Jahr 1995 erforderlich sind. Der Plan des Landebetriebs sieht so aus: Sollten Verkehrsuntersuchung und Umweltverträglichkeitsstudie im Frühjahr fertiggestellt werden, kann die SGD über die weitere Gültigkeit des raumordnerischen Entscheids entscheiden. Dieser ist Grundlage für weitere Planungsschritte „Im Anschluss daran kann mit der Projektplanung und der Beauftragung weiterer Planungsleistungen fortgesetzt werden.“

Ortsumgehungen Zewen und Ayl Der Landesbetrieb Trier war vom Land beauftragt worden, die Planung der Projekte B 51 Ortsumgehung Ayl und B 49 Trier-Zewen im Jahr 2019/2020 zu beginnen. „Für das Projekt B 51 Ortsumgehung Ayl (2,3 Kilometer lang, 19,3 Millionen Euro Kosten) erfolgt derzeit die Überprüfung des raumordnerischen Entscheides“, teilt die Behörde mit. „Es ist beabsichtigt, eine Kartierung von Flora und Fauna im kommenden Jahr zu beauftragen. Zur Vorbereitung dessen wird derzeit der Untersuchungskorridor eingegrenzt und das zu erfassende Artenspektrum bestimmt.“ Falls der raumordnerische Entscheid im kommenden Frühjahr erlassen werden könne, beabsichtigt der Landesbetrieb Mobilität die Projektplanung auch im kommenden Jahr aufzunehmen.

Nach aktueller Prognose sollen auf der Ortsumgehung Zewen, die zwischen Mosel und Zewen durch einen 220 Meter langen Tunnel geführt werden soll, täglich 16 000 Fahrzeuge unterwegs sein. Die Kosten werden mit rund 29 Millionen Euro angegeben. Für das Projekt Bundesstraße 49 Ortsumgehung Zewen sind laut Landesbetrieb Mobilität noch keine Planungsaufträge vergeben worden. Anders als der Moselaufstieg ist die Trasse für die schon in den 1990er Jahren geforderte Straße nicht im Flächennutzungsplan enthalten.

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