Platz zum Spielen und Verstecken

Gutweiler · Die Kinder der Kita Rasselbande in Gutweiler haben jetzt noch mehr Möglichkeiten zum Klettern und Spielen: Im Raum der Igelgruppe steht seit einigen Tagen ein neues Holzspielgerät. Die Ortsgemeinde als Kita-Trägerin hat dafür keinen Cent ausgeben müssen. Die Kosten von 3200 Euro übernehmen Sponsoren.

Von allen belagert: Erzieher und Kinder freuen sich über das neue Holzspielgerät im Kindergarten Gutweiler. TV-Foto: Christa Weber

Gutweiler. Mit strahlenden Gesichtern laufen die Kinder der Igelgruppe die hölzernen Stufen hinauf und hinunter, schauen durch die kleinen Fenster oder verstecken sich unter dem Holzboden ihres neuen Kletterturms. Seit wenigen Tagen steht das Spielgerät nun im Gruppenraum des Kindergartens in Gutweiler. Der Turm besteht aus zwei Ebenen, die durch eine Treppe miteinander verbunden sind.
"Der neue Turm wird täglich genutzt", sagt Kita-Leiterin Maren Doneck. "Für die Kinder ist das absolut toll. Im oberen Bereich spielen sie, oder wir lesen ihnen etwas vor. Unten können sie sich auch einfach mal zurückziehen." Ein ähnliches Holzspielgerät bekam der Kindergarten bereits 2010, als die Einrichtung für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren erweitert wurde. Seitdem gibt es dort insgesamt 62 Plätze für Kinder aus Gutweiler, Sommerau und Korlingen.
"Das erste Gerät war unglaublich beliebt und immer voll", sagt Ortsbürgermeister Günter Jakobs. "Da wollten die anderen Gruppen natürlich auch so ein Haus."
Hergestellt wurden beide Holztürme in der Schreinerei der Justizvollzugsanstalt in Wittlich - zu einem günstigen Preis. Den Tipp habe der damalige Architekt gegeben, der die Kita-Erweiterung geplant habe, erzählt Ortschef Jakobs.
3200 Euro hat die neue Anschaffung gekostet. Das Geld hat der Ortsbürgermeister mit Hilfe von drei Sponsoren aufgetrieben. Den größten Anteil hat der Energieversorger RWE über seine Aktion "Aktiv vor Ort" übernommen. "Wenn man diese Hilfe bekommt, ist das doch wunderbar", findet Jakobs. Man müsse nicht immer "die öffentliche Hand" bemühen. "Bei der Ortsgemeinde ist für solche Dinge auch leider kein Geld übrig."
Das neue Spielgerät soll auf der oberen Ebene noch mit kleinen Tischen und Stühlen ausgestattet werden. Für die Igelgruppe, in der 25 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren untergebracht werden können, sei es "auf jeden Fall eine Bereicherung", sagt Kita-Leiterin Doneck.