Plausch mit Spital

TRIER-QUINT. (QO) In Frankreich haben sie sich kennen gelernt. Sie litt unter Heimweh, und es war Liebe auf den ersten Blick. Nun feiert das Ehepaar Herta und August Leyendecker diamantene Hochzeit.

Es war während des Zweiten Weltkriegs in Amiens. Er war Stabsdienstsoldat, sie war Stabshelferin und kam aus Bamberg. "In Frankreich habe ich beschlossen, bei ihm zu bleiben", sagt Herta Leyendecker und lacht. "Er hat ja keine Mutter mehr gehabt!" Als Herta bereits in die Heimat versetzt wurde, geriet August in Gefangenschaft. "1945 wurde ich entlassen, 1946 haben wir geheiratet", erinnert er sich. Bald fanden sich beide in Trier in der Simeonstraße wieder: August Leyendecker bekam eine Stelle bei "Donders am Dom", die seinem Schwager gehörte, in der er auch Geschäftsführer war. Gerne erinnert er sich an den späteren Bischof Hermann Josef Spital, den er bei Donders traf: "Der kam gerne aus dem Pfarrhaus herüber, um ein bisschen zu schwatzen." Dem Paar gratulierten Ortsvorsteher Günther Merzkirch und Kulturdezernent Ulrich Holkenbrink ganz herzlich.