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"Pokémon Go": Ein Rundgang durch Trier

"Pokémon Go": Ein Rundgang durch Trier

Eine Mischung aus realen Effekten und dem nostalgischen Flair lassen wohl einige Spieler von "Pokémon Go" wieder zurück in ihre Kindheit reisen. "Pokémon Go" ist am Mittwoch offiziell als Anwendung für die mobilen Betriebssysteme IOS und Android erschienen. Der TV hat die App bei einem Rundgang durch Trier getestet.

Trier. An der Porta parke ich mein Auto und lege mit "Pokémon Go" los. Die Vögel zwitschern, die Sonne scheint, und die Autos rauschen in der Theodor-Heuss-Allee an mir vorbei - ein toller Tag für einen Spaziergang mit "Pokémon Go". Pokémon? Ist das nicht dieses Spiel für Kinder? Ja, und irgendwie auch nicht.
Spiele an Konsolen und auf dem Handy sind eigentlich so gar nicht mein Ding. Ich mag klassische Brettspiele wie Backgammon oder Mühle. Aber ich halte das iPad mit der Pokémon-App, die Anwendung für Smartphone und Tablet-Computer, trotzdem in den Händen. Ich gehe los, an der Theodor-Heuss-Allee entlang und mein Avatar in der App geht mit. Der Avatar ist eine kleine virtuelle Figur auf meinem Bildschirm, der stellvertretend für mich das digital abgebildete Trier bereist.
Haltepunkte sind Poké-Stops


Schon bekomme ich den ersten Poké-Stop angezeigt. Ein Poké-Stop? Dieses Mal ist der Poké-Stop ein rundes Spielgerüst auf dem kleinen Weg der Allee. Dort erhalte ich nützliche Spielgegenstände in der digitalen Welt. Nicht so recht wissend, was ich tue, klicke ich auf dem iPad herum. Klappt auch ganz gut, die erste Station bringt mir immerhin drei Pokébälle ein. Die nutze ich dann gleich, als ich an die Porta Nigra komme und mein erstes Pokémon, der Übersetzung nach ein kleines Monster, mit den Bällen fangen möchte. Ich bewege mich auf ein Pokémon zu, und auf dem Bildschirm erscheint mir eine kleine Fledermaus direkt vor der Porta.
Augmented Reality


Augmented Reality nennt sich das, wenn sich reale und virtuelle Welt vermischt. Ich setze den ersten Pokéball ein. Im ersten Versuch gelingt es mir nicht, das Tier zu fangen, ich übe weiter. Und endlich, ich fange das Monster. Außerdem fange ich langsam an, das Spiel richtig gut zu finden.
Die Anwendung für das Handy und Tablet lobt den Spieler fortlaufend. Ab Level fünf kann man sogar in einer Arena mit Pokémon trainieren und gegen andere Spieler kämpfen. Gut, ich bin noch nicht in Level fünf. Aber wenn ich so weit komme, weiß ich schon mal: An der Porta Nigra gibt es eine Arena.
Ich gehe weiter in Richtung Hauptmarkt. Auf dem Weg treffe ich einen Spieler, der mir erzählt, er habe Pikachu als erstes Pokémon gefangen. Das hätte ich auch gerne, ist es doch der einzige Name eines Pokémons, das ich kenne. Am Hauptmarkt treffe ich auf einige weitere, unbekannte Pokémon und viele Poké-Stops. Ein Bild des Petrusbrunnens erscheint auf dem Bildschirm, als ich auf den blauen Ring drücke. Wieder mache ich Streifbewegungen auf dem Bildschirm, sammle drei weitere Pokébälle und bin ziemlich zufrieden mit meiner Ausbeute.
Pokémon gibt es seit 1996


Am Hauptmarkt treffe ich auf Spieler, die angesichts ihrer Kindheitserinnerungen an Pokémon in Nostalgie schwelgen. Das kann mir nicht passieren, denn Pokémon habe ich nie zuvor gefangen. Auch keine Karten gesammelt oder Pokémon auf dem Gameboy gespielt.
Umso seltsamer finde ich, dass mir das Spiel doch gefällt. Es fasziniert mich, dass die App auf das Umfeld reagiert, Fotos von bekannten und unbekannten Plätzen zu gesuchten Objekten macht.
Viel entdecken, viel verpassen


So kann man viel entdecken - aber auch viel verpassen. Ich merke, wie ich nur noch auf den Bildschirm starre und fast eine Gruppe Jugendlicher anremple.
Zurück in der Redaktion packe ich das iPad noch einmal aus und öffne das Spiel. Ich kann es mir nicht verkneifen zu schauen, ob es auch hier etwas zu entdecken gibt.
Tatsächlich finde ich ein Pokémon direkt vor dem Eingang des Redaktionsgebäudes und fange es. Ungern gebe ich zu, dass ich wohl dem Pokémon-Effekt zum Opfer gefallen bin.Extra

Mit „Pokémon Go“ gibt es viel zu entdecken: Der Petrusbrunnen als Poké-Stop (links) oder ein Taubsi-Pokémon in der Porta Nigra (Mitte). Der Avatar geht mit mir zusammen durch die digitale Welt (oben rechts), während ich mit meinem Pokéball (Mitte rechts) etwa ein Wasserpokémon am Moselufer fangen möchte (unten rechts). TV-Fotos (5): Carolin Heger Foto: (g_welt )
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Wer mit Haftbefehl gesucht wird, hält sich gewöhnlich versteckt und meidet unnötige Aufenthalte in der Öffentlichkeit, um der Polizei nicht ins Netz zu gehen. Ein mit Haftbefehl gesuchter 18-Jähriger nahm jedoch das Risiko in Kauf. Er zeigte sich und bewegte sich laut Polizei Trier durch das Stadtgebiet Trier, da er das neue Smartphone-Spiel "Pokémon Go" mit seinen Bekannten spielen wollte. Das Spiel setzt voraus, dass die Spieler mit ihren Smartphones öffentliche Orte aufsuchen, um dort virtuelle Monster einzusammeln. Die eifrigen Monster-Sammler gerieten jedoch wegen ihres auffälligen Verhaltens in eine Polizeikontrolle. Der 18-Jährige gab hierbei zwar falsche Personalien an, es konnte jedoch schnell geklärt werden, dass er per Haftbefehl gesucht wird. Er wurde festgenommen und verbüßt jetzt eine sechsmonatige Freiheitsstrafe, der er sich bisher entzogen hatte. red