Polarisieren hilft nicht

Leserbrief zum Artikel "Viel mehr Hunde als Personal" (TV vom 26. Juni):

Sicher ist es bedauerlich, wenn Hundehalter zu fein dafür sind, die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Freunde zu entsorgen. Eine Studie des Friedrich-Löffler-Instituts hat jedoch ergeben, dass Hundekot auf den Weiden als Krankheitsursache für Rinderherden nahezu ausgeschlossen werden kann. Auch wenn die Infektionsgefahr für Rinder durch Hundekot auf den Weiden nicht gegeben ist, gilt für jeden Hundehalter: Damit die Nahrung der Rinder möglichst wenig mit Hundekot verschmutzt wird, sollte der Hundehalter Hundekot, der auf Wiesen abgesetzt wird, entfernen. Gerade auf häufig frequentierten Spazierwegen ist es sinnvoll, wenn die Gemeinden geeignete Vorrichtungen (Tütenautomaten und Mülleimer) aufstellen, damit der Hundehalter auf einfache Weise die Hinterlassenschaften seines Hundes entsorgen kann. Man sollte hier nicht polarisieren, vielmehr Wege aufzeigen, Probleme zu entschärfen. Begriffe wie "Kampfhunde-Besitzer" und "Kampfhunde-Treiben" lassen jeglichen Sachverstand vermissen. Leider gibt es gewisse Rassen, die völlig unnötiger Weise per Gesetz ausgerottet werden sollen. Dann sollte man doch die letzten dieser Spezies endlich einmal in Ruhe lassen und von Hunden sprechen oder von bestimmten Rassen. Das Wort "Kampfhund" ist nur populistisch und völlig unsachlich. Andreas Lindig, Trier