Politische Machtspielchen um Trierer Schulen

Ihre Meinung : Politische Machtspielchen um Trierer Schulen

Infrastruktur

Zum Bericht „Eine Million Euro mehr für Egbert-Schule“ (TV vom 21. Februar):

Im Artikel geht es um eine Kostensteigerung von einer weiteren Million Euro. Nach welchen Kriterien wird eigentlich entschieden, welche Schule saniert wird und welche nicht? Nachdem ich den Artikel gelesen habe, drängt sich mir mal wieder der Verdacht auf, dass hier nicht sachlich und objektiv entschieden wird. Nein, es geht um Lobbyarbeit und politische Machtspielchen. Hätte ich gewusst, dass mir ein politisches Amt bei der Arbeit im Schulelternbeirat weiterhilft, hätte ich wohl auch ein solches Amt angenommen.

Wie kann es sein, dass fast 4 Millionen Euro in eine Schule für zirka 80 Schüler gesteckt wird und an den Stadt-Gymnasien in Trier mit etwa 3000 Schülern die dringend notwendigen Sanierungen erneut ins Stocken kommen? Das ist nicht nur ungerecht und nicht nachvollziehbar, nein, das ist fatal!

Die Außenfassade am Max-Planck-Gymnasium Trier ist seit Jahren marode. Der Bretterverschlag sichert die Schüler seit vier Jahren beim Betreten der Schule! Täglich fährt mehrmals die Bimmelbahn mit Touristen vorbei. Was müssen die nur über die Stadt und ihre Entscheider denken? In den Klassenräumen können die Fenster zum Lüften nicht geöffnet werden, weil man Angst haben muss, dass das Fenster mit seinem Rahmen herausfällt und Schüler verletzt werden. Ich könnte diese Liste noch unendlich verlängern, aber wofür? Es passiert doch sowieso nichts! Und wenn mal etwas passiert, dann aus der Not heraus, wie zuletzt mit dem überfluteten Oberstufenraum.

Was ist mit den dringend notwendigen energetischen Maßnahmen? Die dadurch verpulverten Energiekosten laufen seit Jahren auf.

Unsere Kinder sollen wir zu offenen und toleranten Menschen erziehen, die gerne auch mal ihre Meinung sagen. Wie bitte soll ich meinen Kindern erklären, dass bei der Entscheidung für oder gegen Egbert keine objektiven Kriterien eine Rolle spielen? So geht man nicht mit gutem Beispiel voran!

Wiebke Linnert, Trierweiler

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