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Polizei: Bei Panther-Sichtung direkt melden

Polizei: Bei Panther-Sichtung direkt melden

Nachdem die zuständige Behörde am Mittwoch den Panther zum Abschuss freigegeben hat, hat sich nun auch die Polizei zu Wort gemeldet: Sie bittet bei Sichtungen des Tiers um direkte Hinweise.

In den vergangenen Wochen war in den Wäldern des Ruwertals im Kreis Trier-Saarburg fünfmal eine „schwarze große Raubkatze“ gesichtet worden. Einige der Hinweise bezogen sich zum Teil auf Beobachtungen, die Tage oder Wochen zurücklagen. Gesehen wurde das Trier jeweils in Waldgebieten oder am Straßenrand. Es könnte sein, dass es sich um den frei laufenden Panther handelt, der seit Ende 2009 in Luxemburg und Belgien gesehen worden war. Ende Oktober 2009 glaubte eine Frau bei Daleiden in der Eifel, einen Panther gesehen zu haben. Danach gab es bis vor kurzem keine Sichtungen mehr.

Die Polizei nimmt die wiederholte Sichtung des Tieres, bei dem es sich um einen Panther handeln könnte, ernst und bittet bei weiteren Sichtungen des Tieres um sofortige Information einer Polizeidienststelle. Alle Dienststellen des Polizeipräsidiums Trier sind informiert und stehen in Kontakt mit den Fachbehörden. Wer sich plötzlich mit dem Tier konfrontiert sieht, sollte sich ruhig verhalten.

Am Mittwoch hatte die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord den Panther zum Abschuss freigegeben. Sollte das Tier in Wohngebieten auftauchen, soll die Polizei es sofort mit der Schusswaffe töten. Die SGD Nord empfiehlt sogar die Nutzung von Teilmantelgeschossen, die mit wesentlich höherer Energie und Geschwindigkeit im Ziel einschlagen. Normale Munition in Form von Vollmantelgeschossen würde das Tier nicht sofort kampfunfähig, sondern eher aggressiv machen. Jäger sollen ebenfalls keine Betäubungsmittel einsetzen, sondern „einen gezielten Abschuss durchführen“.