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Polizei kontrolliert an den Grenzübergängen bei Trier und in der Region

Coronavirus : Polizei kontrolliert an den Grenzübergängen bei Trier und in der Region

Maßnahmen an Autobahnen und Straßen zwischen Deutschland, Luxemburg und Belgien sollen zur Corona-Eindämmung beitragen.

Die Bundespolizei hat am Freitagmorgen um 9 Uhr an zahlreichen Grenzorten Stellung bezogen und mit weitreichenden Kontrollen begonnen. Hierbei werden stichprobenartig Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen und kontrolliert.

Auf der Autobahn 64 bei Trier haben bereits am Donnerstagabend das Technische Hilfswerk gemeinsam mit der Bundespolizei am Parkplatz Markusberg in Fahrtrichtung Trier eine Kontrollstelle aufgebaut. Kurz hinter der Grenze werden vor allem Fahrzeuge aus dem Ausland wie Frankreich und Italien herausgesucht und unter Polizeibegleitung mit „Bitte folgen“ auf den Parkplatz geführt.

Die Kontrollen haben als besonderen Fokus, woher die Einreisenden kommen. „Wir werden gesundheitliche Fragen stellen und uns in akuten Fällen mit dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen“, sagte der Pressesprecher der Bundespolizei-Inspektion Trier, Stefan Döhn.

Auch Fahrzeuge mit deutschen Kennzeichen wurden am Freitag kontrolliert. So auch Nick aus Leverkusen, der mit seinen Freunden auf der Heimreise von England war. „Ich habe absolut nichts gegen diese Kontrollen, wenn man dadurch auch das Virus eindämmen kann“, sagte der junge Mann. „In diesem Zusammenhang dann noch die bekannten Kontrollen durchzuführen, kann ja nichts schaden.“

Bundespolizeisprecher Stefan Döhn erklärt: „Es gibt Einreisende, die aus der Region Grand-Est in Frankreich über Luxemburg nach Deutschland kommen. Auf diese Menschen müssen wir einen besonderen Blick werfen.“ Grand-Est (Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne) wurde als Risikogebiet eingestuft.

Gleiches Bild am Nachmittag auf der B 257 hinter der Grenzbrücke in Echternacherbrück. Hier war das Aufgebot der Bundespolizei etwas großer als auf der A 64. Ein Streifenwagen mit Blaulicht und mehreren Beamten auf der Straße kontrollierte im Vorbeifahren alle Fahrzeuge und zog immer wieder Fahrer aus dem Verkehr auf einen Parkplatz. Auch Ferdinand Zerren aus Wolsfeld (Eifelkreis Bitburg-Prüm) wurde kontrolliert. „Ich bin auf dem Heimweg und nehme es gerne in Kauf, wenn es solche Kontrollen gibt. Das dient ja unserer Sicherheit“, sagte Zerren.

Auch an der Grenze der A 60 bei Prüm, den Grenzübergängen in Wasserbilligerbrück und Wellen/ Temmels wird es Grenzkontrollen geben. „Die Verkehrsteilnehmer müssen sich auf längere Wartezeiten einstellen“, teilte die Bundespolizei mit. Entgegen ersten Meldungen gibt es an den Grenzen aber keine Fiebermessungen bei den Kontrollierten.