Polizei verstärkt Präsenz auf Trierer Weihnachtsmarkt

Sicherheit : Polizei verstärkt Präsenz auf Trierer Weihnachtsmarkt

Die Polizei will die „sichtbare Präsenz zur Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Besucher erhöhen“ und mehr zivile Beamte einsetzen.

Die Trierer Polizei erhöht die Präsenz von uniformierten und zivilen Einsatzkräften beim Weihnachtsmarkt auf dem Hauptmarkt und dem Domfreihof. Das hat Polizei-Pressesprecher Uwe Konz auf Anfrage des TV mitgeteilt. Hintergrund ist der Anschlag mit drei Toten in der Nähe des Weihnachtsmarkts im französischen Straßburg.

Die Polizei möchte zum einen die „sichtbare Präsenz zur Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Besucher erhöhen“. Darüber hinaus würden auch mehr zivile Beamte eingesetzt. Weitergehende Sicherheitsmaßnahmen seien noch zu prüfen.

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) sagte am Mittwoch im Landtag in Mainz, dass die aktuelle Sicherheitslage aufgrund des Anschlags in Frankreich neu zu bewerten sei. Auf Bundesebene würden die Sicherheitsbehörden die Lage zeitnah abstimmen.

Lewentz fügte hinzu, dass er den Vorschlag machen werde, „an den Eingängen der Weihnachtsmärkte deutlich mehr offene Präsenz zu zeigen und dabei auch die Maschinenpistole sichtbar zu tragen“. Da die Möglichkeit besteht, dass der Täter in Richtung Deutschland geflohen ist, seien alle Spezialeinheiten in Alarmbereitschaft versetzt worden. Die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFE) der Polizei seien zur Unterstützung an die Grenze geschickt worden, erklärte der Innenminister.

Das bisherige Sicherheitskonzept für den größten Weihnachtsmarkt in der Region wird von der Stadt Trier und der Polizei-Inspektion koordiniert. Es soll sowohl dem Bedürfnis der Besucher nach größtmöglicher Sicherheit gerecht werden als auch die Gefahren rund um den Weihnachtsmarkt auf ein unvermeidbares Maß reduzieren. Die Stadt hat bereits 2017 Betonpoller eingeführt, die die Besucher des Weihnachtsmarkts davor schützen sollen, dass jemand unkontolliert mit einem Fahrzeug in die Menschenmenge fährt.

Zusätzlich zu uniformierten und zivil gekleideten Einsatzkräften dienen drei Kameras am Hauptmarkt und am Domfreihof zur frühzeitigen Gefahrenerkennung und Prävention. Diese stationäre Videotechnik soll außerdem dabei helfen, kleinere Straftaten nachträglich aufklären zu können.

Falls die Aufnahmen nicht genutzt werden können, werden sie nach 30 Tagen wieder gelöscht. Zusätzlich zu diesen Maßnahmen ist in der Liebfrauenstraße eine polizeiliche Kontrollstelle eingerichtet.

Der Veranstalter des Trierer Weihnachtsmarkts wollte sich auf Anfrage des TV zunächst nicht zur aktuellen Lage äußern.

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