Polizei will Sicherheitsgefühl der Bürger erhöhen

Polizei will Sicherheitsgefühl der Bürger erhöhen

Eine höhere Präsenz in der Innenstadt und in Parkanlagen: Das hat sich die Trierer Polizei auf die Fahnen geschrieben. Neben der Prävention soll das Konzept vor allem einer verbesserten Kommunikation mit den Trierern dienen.

Trier. Seit August 2010 ist das Präsenzkonzept der Polizeiinspektion (PI) Trier in Kraft. Ziel des Konzepts ist es, die Anwesenheit der Polizei im öffentlichen Raum und die Wahrnehmung dieser Präsenz bei den Bürgern zu steigern. Dies soll unter anderem durch einen erhöhten Einsatz von Fuß- und Fahrradstreifen erreicht werden.
"Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind unsere Beamten 2011 bereits 3200 Stunden auf Fußstreife gewesen", sagt Edmondo Steri, Leiter der PI Trier. Dies entspreche einem Durchschnitt von 17 Stunden Fußstreife pro Tag. Das Konzept verfolge dabei keinen Selbstzweck. "Wir wollen das Sicherheitsgefühl der Bürger erhöhen", sagt Steri. Der Polizeibeamte solle nicht länger anonym hinter einer Autoscheibe sitzen, sondern als Ansprechpartner der Trierer dienen. Wichtig ist der Polizei daher das persönliche Gespräch, das die Beamten aktiv suchen sollen. "Wir wollen zeigen, dass wir bürgernah und kommunikationsbereit sind", sagt Steri.
Durch Erkenntnisse aus dem aktuellen Lagebild werden bestimmte Flächen bewusst mit Fuß- oder Fahrradstreifen besetzt. Dabei handelt es sich um Punkte, bei denen ein Einsatz zu Fuß oder mit dem Rad sinnvoller als mit dem Auto erscheint wie beispielsweise in der Innenstadt, aber auch in Parkanlagen.
Im August ist einmal in der Woche eine Radstreife geplant. "Das hängt aber von der Witterung und der Personallage ab", lässt Steri wissen. Denn bevor man Polizisten auf dem Fahrrad einsetze, müsse zunächst immer die Mindeststärke im motorisierten Dienst gewährleistet sein.
Die Polizisten auf zwei Rädern zeigen aber nicht nur Präsenz. Auch die Verkehrssicherheit von Fahrradfahrern sollen sie verbessern. Im Jahr 2010 hat es im Zuständigkeitsbereich der PI Trier insgesamt 132 Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Radfahrern gegeben. In 71 Fällen ist der Unfall durch den Radler verursacht worden. In 94 Fällen wurde der Radfahrer verletzt. Neben 77 Leichtverletzten gab es 17 Schwerverletzte. Eine Radfahrerin ist gestorben.
Durch die Streifen erhofft sich Edmondo Steri vor allem eine Verbesserung der Verkehrsmoral der Radler - aber auch wichtige Erkenntnisse für die Verkehrsraumgestaltung. "Diejenigen Kollegen, die häufig Radstreife fahren, haben sicher einen besseren Blick auf Gefahrenstellen, an denen es häufig zu Unfällen mit Radfahrern kommt. In der Verkehrsunfallkommission können wir diese Erkenntnisse dann einbringen", sagt Steri. Ein Sicherheitsaspekt ist Steri dabei besonders wichtig. "Radfahrer sollten unbedingt einen Helm tragen." fas

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