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Polizei zieht Drängler und Raser aus dem Verkehr

Polizei zieht Drängler und Raser aus dem Verkehr

Nicht angepasste Geschwindigkeit und aggressives Fahrverhalten zählen nach wie vor zu den Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle. Aus diesem Grund fand in Rheinland-Pfalz eine landesweite Aktion zur Bekämpfung des Rasens und Drängelns auf den Autobahnen und Schnellstraßen statt(TV vom Montag). Hier die regionalen Ergebnisse:

Trier. (red) Zwar sind im Jahr 2007 "nur" rund 15 Prozent der Verkehrsunfälle in Rheinland-Pfalz auf nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen, die Unfälle mit Personenschaden zeigen allerdings ein anderes, dramatisches Bild: 57 Prozent aller Verkehrstoten, 41 Prozent der Schwerverletzten und 27 Prozent der Leichtverletzten sind auf diese Unfallursache zurückzuführen.

Im Präsidialbereich Trier spielten 2007 überhöhte beziehungsweise nicht angepasste Geschwindigkeit in 12,1 Prozent aller registrierten Unfälle eine Rolle. 16 der insgesamt 44 Unfälle mit Toten und 649 von 2550 Verkehrsunfällen mit Verletzten waren auf diese Ursache zurückzuführen.

Um diesen schweren Folgen zu begegnen, fand die landesweite Aktion statt. Auch das Polizeipräsidium Trier beteiligte sich an den Kontrollen, mit der die Polizei nachhaltig dar auf aufmerksam machen möchte, dass unangepasste und überhöhte Geschwindigkeit sowie aggressives Fahrverhalten immer noch zu den Hauptunfallursachen zählen. Im Präsidialbereich Trier wurden neben mobilen Verkehrsüberwachungsmaßnahmen 19 stationäre Kontrollstellen eingerichtet.

Insgesamt wurden während der Kontrollaktion, bei der 67 Polizeibeamte eingesetzt waren, 5636 Fahrzeuge gemessen. In 493 Fällen wurden die Fahrzeugführer wegen nicht angepasster Geschwindigkeit beanstandet, in zwei Fällen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Trotz der zum Teil hohen Geschwindigkeiten waren neun Personen in ihren Fahrzeugen nicht angeschnallt.

Die während der Kontrollaktion gemessene Höchstgeschwindigkeit betrug 155 km/h - erlaubt waren in diesem Streckenabschnitt auf der B 421 in der Gemarkung Panzweiler, (Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Zell) lediglich 70 km/h. Dem Motoradfahrer drohen drei Monate Fahrverbot, vier Punkte in Flensburg sowie mindestens 375 Euro Bußgeld.

Aufgrund dieser Beanstandungen gab es folgende Sanktionen: 131 Ordnungswidrigkeitenanzeigen, die in 13 Fällen Fahrverbote nach sich ziehen, 364 Verwarnungen und 16 Mängelberichte.

"Wurden bei einer gleichgelagerten Kontrolle im April letzten Jahres zehn Prozent der gemessenen Fahrzeuge wegen Geschwindigkeitsübertretungen bemängelt, so müssen wir heute feststellen, dass mit knapp neun Prozent nur geringfügig weniger Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs waren. Und dies, obwohl wir die Kontrollen über die Medien angekündigt haben und die Risiken des Rasens und Drängelns bekannt sind", so das kurze Fazit von Polizeidirektor Otto Herrig, der den Einsatz beim Polizeipräsidium Trier leitete.