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Porta{+3}{+:} Premiere mit Potenzial

Porta{+3}{+:} Premiere mit Potenzial

Mindestens 3500 Besucher werden die erste Auflage des Festivals Porta{+3} (Porta hoch drei) am kommenden Wochenende erleben. Die Trier Tourismus und Marketing GmbH als Co-Veranstalter spricht bereits im Vorfeld der drei Konzerte von einem großen Erfolg. Open-Air-Festivals an der Porta Nigra könnte es künftig jedes Jahr geben.

Trier. Auch wenn es bis kurz vorher noch nicht danach aussah: Triers Stadtwahrzeichen bildet am kommenden Wochenende die imposante Kulisse eines Open-Air-Festivals. Heute beginnt der Aufbau der Bühne, einer transparenten Rundbogenkonstruktion, die den Blick auf das mehr als 1800 Jahre alte römische Stadttor "so dezent wie möglich verdeckt", erklärt Jürgen Backes (64) von der Trier Tourismus und Marketing GmbH (TTM). "Wir kommen damit einem Wunsch der Generaldirektion Kulturelles Erbe nach." Das Ansinnen der Hüter des Unesco-Welterbes ist verständlich: Die Bühne bleibt bis Anfang übernächster Woche stehen. Backes: "Wir brauchen sie auch fürs Altstadtfest. Und zwischendrin noch einmal auf- und abbauen wäre viel zu teuer."
An zwei aufeinander folgenden Wochenenden viel Musik an der Porta - das ist ganz neu, und Altstadtfest und Porta{+3} (Medienpartner: Trierischer Volksfreund) sind ohnehin zwei verschiedene Paar Schuhe. Für das morgen startende Festival werden der Porta-Vorplatz und der Brunnenhof im Simeonstift (dort gibt es Essens- und Getränkestände) zum Sperrbezirk mit Wohlfühlatmosphäre für Konzertbesucher umfunktioniert. Der Eingang zum Veranstaltungsgelände findet sich im oberen Bereich der Kutzbachstraße am Simeonstiftplatz.
Keine guten Aussichten für Zaungäste: Entlang der Simeonstraße stehen Tribünen und davor eine Gitterzaun-Absicherung. Die Tribüne mit Sitzplätzen wird aber erst bei den Konzerten zwei und drei (Night of Classic & Pop, Gregor Meyle) genutzt. Der Auftakt mit Gentleman ist ein reines Stehplatz-Event: "Bei Reggae und Dancehall sitzt doch eh niemand", weiß TTM-Mitarbeiterin Paula Giersch. Die 34-Jährige ist Namensgeberin des Festivals: "Ich als Mathematik-Schwerversteherin habe bei unserer Projekt-Vorbereitung impertinent von Porta{+3} gesprochen, bis die Bezeichnung gesetzt war. Aber ganz im Ernst: Drei Veranstaltungen, drei Genres, drei Künstler an der Porta - da passt der Hoch-drei-Name doch bestens."
Und das Programm, für das Mitveranstalter Popp Concerts verantwortlich zeichnet, passt offenkundig ebenfalls. Bis Dienstag waren bereits rund 3500 Tickets verkauft; das sind rund 60 Prozent aller Karten. Spitzenreiter in der Publikumsgunst ist Gentleman: "Da steuern wir auf ausverkauft zu", sagt Paula Giersch, die ohnehin "wirklich sehr zufrieden" ist mit dem Stand der Dinge: "Wir stehen vor einer erfolgreichen Premiere."
Auch Oliver Thomé (37), Geschäftsführer der Trierer Veranstaltungsagentur Popp Concerts, zeigt sich schon im Vorfeld sehr angetan von Porta{+3}: "Es ist eine tolle Sache, diese sehr attraktive Location zu bespielen. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir auch in den kommenden Jahren mit der TTM gemeinsam Open-Airs an antiken Stätten veranstalten."
Was absolut im Sinne der städtischen GmbH wäre. Die TTM, die unter anderem auch das Altstadtfest veranstaltet, hat sich auf die Fahnen geschrieben, mit einem jährlichen Sommerfestival Porta & Co. neu und modern zu inszenieren. Porta{+3} ist der Versuchsballon - und schon auf Erfolgskurs. Gut möglich, dass 2016 die zweite Auflage steigt.Extra

Das Programm des Festivals Porta{+3} (19. bis 21. Juni) Freitag: Gentleman & The Evolution, Vorprogramm: Oazo (Jochen Leuf und Band). Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr. Tickets (ausschließlich Stehplätze): 39,65 Euro. Samstag: The Night of Classic & Pop mit den Frankfurter Sinfonikern; Solisten Barbara Felicitas Marin (Sopran), Rafael Cavero (Tenor), Angelika Lichtenstern (Geige). Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.30 Uhr. Tickets (Sitzplätze) ab 29,75 Euro. Sonntag: Gregor Meyle. Der Singer/Songwriter, der 2014 seine großen Durchbruch in Xavier Naidoos Show "Sing meinen Song" hatte, spielt mit sechsköpfiger Band von 20 bis 23 Uhr. Einlass 19 Uhr. Tickets (Sitz- und Stehplätze) ab 35,25 Euro. Eintrittskarten gelten im Verkehrsverbund Region Trier (VRT) als Tickets für Bus und Bahn. Vorverkauf: unter anderem im TV-Service-Center am Nikolaus-Koch-Platz in Trier. rm.Extra

 Wenig Chancen für Zaungäste: Im Gegensatz zu den 2013er Aufführungen des Kleinen Volkstheaters an der Porta Nigra (Foto) werden bei Porta{+3} Tribünen und Zäune entlang der Sim stehen. TV-Foto: Archiv/Roland Morgen
Wenig Chancen für Zaungäste: Im Gegensatz zu den 2013er Aufführungen des Kleinen Volkstheaters an der Porta Nigra (Foto) werden bei Porta{+3} Tribünen und Zäune entlang der Sim stehen. TV-Foto: Archiv/Roland Morgen Foto: roland morgen (rm.) ("TV-Upload morgen"

Wegen der Veranstaltungsreihe Porta{+3} fahren die Stadtbusse ab Freitag, 19. Juni, 15 Uhr, bis einschließlich Sonntag, 21. Juni, Umleitungen. Die Buslinien, die von der Treviris-Passage, der Kaiser-Wilhelm-Brücke oder aus der Paulinstraße kommen, fahren eine Ersatzhaltestelle in der Christophstraße an. Die Haltestellen im Margaretengäßchen und in der Simeonstraße sind für die Dauer des Porta-Festivals aufgehoben. Die Ausweichrouten sind im Internet zu finden unter www.swt.de . Am Samstag finden eine Veranstaltung am Karl-Marx-Haus und ein Demonstrationszug von Trier-West zum Viehmarkt statt. Dadurch wird es zeitweise zu Umleitungen und Verspätungen der Sternbus-Linie 81 kommen. Die Stadtwerke Trier (SWT) bitten um Verständnis. Für Fragen zu Umleitungen stehen die SWT-Mitarbeiter im Stadtbus-Center (Treviris-Passage) oder telefonisch unter 0651/717-273 zur Verfügung. red