Porta Nigra und Dreikönigshaus in Trier in historischen Fotos

Geschichte : Weißt du noch? So sahen Porta Nigra und Dreikönigshaus früher aus

Tausende Menschen strömen täglich an der Porta vorbei, Millionen Touristen haben sie schon abgelichtet. Die wenigsten denken daran, wie das stadtbildprägende Ensemble früher ausgesehen hat. Wir haben historische und aktuelle Ansichten mal verglichen.

Nachdem ein kurzfristiger Neudruck nötig war, ist der 7. Band aus der Serie „Weißt du noch?“ ab sofort im Handel und im neuen Onlineshop des Volksfreunds unter www.volksfreund-shop.de erhältlich. Thema sind diesmal die wunderbaren Aufnahmen aus den Sammlungen der Fotografen Wilhelm Laven und Ferdinand Deuser, die das Stadtgeschehen bereits um 1900 mit ihren Plattenkameras dokumentiert haben. Den historischen Fotos werden wie immer aktuelle Bilder gegenübergestellt.

Standen im vergangenen Band Handel und Geschäftswelt im Vordergrund, so ist es in diesem Band vor allem die bauliche Veränderung der Fassaden in der Innenstadt mit dem Zeitgeist. Die historischen Bilder stammen zum einen von Wilhelm Deuser, der sich besonders als Studienrat und Fachlehrer am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium einen Namen machte. Von 1903 bis 1910 zog er jedoch vor allem in seiner Funktion als Denkmalpfleger mit der Plattenkamera durch die Stadt.

Zum anderen konnten Fotos der Bildsammlung des Trierer Weinhändlers Ferdinand Laven entnommen werden, die vor allem alltägliche Straßenszenen zwischen 1890 und dem ersten Weltkrieg zeigen. Verglichen werden die historischen Quellen auf den Doppelseiten des Buches jeweils mit einer aktuellen Aufnahme des Verlegers Michael Weyand. In einem kurzen Text erinnern die Autoren zum Teil einfach an alte Zeiten, fragen aber auch kritisch nach: Sind die historischen Gebäude am Kornmarkt wirklich der Weltkriegsbombe zum Opfer gefallen oder am Ende doch der Abrissbirne? Der neue Band Weißt du noch? gibt auch ein Stück Lebensgefühl zurück. Es weckt all diejenigen auf, die ihren Blick beim Spaziergang durch die Stadt nicht höher schweifen lassen als die Markisen der Geschäfte. Dabei vergisst man häufig die Geschichte, die das Haus oberhalb davon erzählt. Oft sind Gebäude auch völlig unscheinbar, zum Teil weil sie hinter parkenden Autos versteckt sind wie in der Neustraße, zum Teil weil der Blick auf kleine Details notwendig ist, um die wahre Schönheit zu erkennen. So verbergen sich beispielsweise in der Saarstraße einige echte historische Schätze. Der Autor Peter Ahlhelm sagte: "Trier wird oft unter Wert präsentiert, dabei ist es ein Juwel. Mit unserem Buch wollen wir die Stadt wieder als solches präsentieren." Auch einen kleinen Ausblick auf einen folgenden achten Band der Reihe geben die Autoren: "Das Stadtarchiv bietet noch genügend Material", so Ahlhelm. Im achten Band könnte die Konversion im Vordergrund stehen.

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