Praxis im Tausch gegen Technologien

Praxis im Tausch gegen Technologien

Ob im Praxissemester oder im Rahmen aktueller Projektarbeiten - Studenten und Dozenten der Fachhochschule Trier (FH) arbeiten seit Jahren eng mit den Trierer Stadtwerken (SWT) zusammen. Um diese Verbindung zu sichern, haben FH-Präsident Jörg Wallmeier und SWT-Vorstand Olaf Horn feck einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Trier. "Eine gute Kooperation funktioniert ohne Vertrag. Aber ein paar Regeln sind immer sinnvoll", erklärte SWT-Vorstand Olaf Hornfeck, als er am Dienstag an der Trierer Fachhochschule mit deren Präsident Jörg Wallmeier den gemeinsamen Kooperationsvertrag unterzeichnete. Mit dem Schriftstück soll die bereits seit Jahren existierende Zusammenarbeit zwischen dem Energieversorger und der Hochschule formal verankert werden.

"Der Vertrag bietet uns die Möglichkeit, noch strukturierter zusammenzuarbeiten", erläuterte Hornfeck den gemeinsamen Schritt. FH-Präsident Wallmeier lobte die enge Kooperation mit den Stadtwerken als "wichtigen Beitrag zur Qualifikation der Absolventen für ihr späteres Berufsleben". Durch Praxissemester, gemeinsame Projekte und Aufgabenstellungen für die Forschung werde der "notwendige Praxisbezug in der Lehre" garantiert. "Für unsere Studenten ist es wichtig", sagte Wallmeier, "dass sie neben der Theorie auch deren Anwendung durch Projektarbeiten in der Wirtschaft vermittelt bekommen."

Vom gegenseitigen Austausch profitierten auch die Stadtwerke, versicherte SWT-Chef Hornfeck, vor allem bei der Umsetzung neuer Technologien wie den modernen Blockheizkraftwerken. "Wir brauchen die jungen Leute, um unsere Geschäftsfelder weiterzuentwickeln", so Hornfeck.

Weil die Versorgungstechnik immer komplexer werde, steige zudem auch der Bedarf an hoch qualifizierten Fachkräften. "Mit der FH haben wir einen Partner, der diese Kräfte ausbildet." Manfred Schlich, Leiter der Fachrichtung Gebäude-, Versorgungs- und Energietechnik an der FH, sieht in der Zusammenarbeit die Chance für "eine neue Ausrichtung seines Fachbereichs, hin zu mehr dezentralen Energietechniken".

Durch die künftig stärkere Praxisnähe könne "die Wertigkeit des Bachelor-Studiengangs" erhöht werden. FH-Präsident Wallmeier beurteilt den Vertrag als "wichtigen Schritt für unsere weitere Profilierung". Wegen der neuen Bachelor- und Master-Angebote sei die Fachhochschule "in einer neuen Konkurrenzsituation" mit den Universitäten. Darum sei es wichtig, "langfristig einen engen Kontakt mit den starken Arbeitgebern in der Region zu pflegen".

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