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Prinzenpaar Trier 2021: Joachim Molz und Bernadette Wacht-Herrmann von der Stadtgarde

Kostenpflichtiger Inhalt: Karneval : Gestatten: Wir sind das Prinzenpaar 2021

Karneval ist vorbei, aber für Joachim Molz und Bernadette Wacht-Herrmann geht’s pausenlos weiter. Die beiden Stadtgarde-Mitglieder bereiten sich auf ihre Regentschaft in der kommenden Session vor.

2021 feiert die Stadtgarde Augusta Treverorum 1977 ihr 44-jähriges Bestehen und darf angesichts dieses närrischen Jubiläums das Trierer Prinzenpaar stellen. Wer genau das Narrenzepter schwingt, war bis Aschermittwoch ein gut gehütetes Geheimnis. „Wir wollten nicht in die laufende Regentschaft von Harald Junkes und Marion Silano hineinfunken und deshalb erst das Ende des Straßenkarnevals abwarten, bis wir die Nachricht verkünden“, sagen die künftigen Tollitäten Joachim Molz (52) und Bernadette Wacht-Herrmann (59). Aber nun ist die Katze aus dem Sack. Beide sind „alte Bekannte“ in Stadt und Karneval – und kein Ehepaar. Was sie zusätzlich verbindet, „ist eine große Leidenschaft für die Menschen auf und hinter der Bühne“.

Joachim Molz stammt aus dem Schammat im Süden Triers und gehört der Stadtgarde als Offizier an. „Seit einigen Jahren sind Bernadette und ich mit unseren Familien sehr eng befreundet, und unser Herz schlägt für den Karneval“, erklärt der Unternehmer, der sich beruflich in der regionalen Startup-Szene betätigt.

Bernadette Wacht-Herrmann, die zwei Tanzstudios betreibt, ist gebürtige Saarburgerin und machte ihre ersten karnevalistischen Schritte in der KG Hau-Ruck 1953. In ihrer Wahlheimat Trier gründete sie Tanzgarde Augusta Treverorum, deren Leitung sie nach der Aufbauphase an Trainerin Petra Oly übergab.

Und was darf man vom künftigen Prinzenpaar erwarten? „Wir wollen Karneval mal etwas anders interpretieren“, kündigt Joachim Molz an. „Wie genau, das wird sich in den nächsten Monate herauskristallisieren. Aber keine Bange: Wir werden eng mit den übrigen Akteuren es Karnevals zusammenabeiten.“

„Wir sind offen für neue Ideen und Inhalte, ohne die langjährige Karnevalstradition und die Vielfalt in unseren aktiven Vereinen aus dem Auge zu verlieren“, ergänzt Bernadette Wacht-Herrmann. Klar sei aber schon jetzt: „Wir werden auf jeden Fall viel zusammen schunkeln und tanzen“, kündigt die Prinzessin in spe an, die seit mehr als 30 Jahren Gardemädchen und Tanzmariechen aus der ganzen Region trainiert. Aber nicht nur: „Auch ich war Schüler bei ihr“, erinnert sich Andreas Peters (54), Präsident der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK); „Einfach spitze, wie sie damals das Männerballett der KG Onner ons trainiert hat.“

Einfach spitze – so dürfte nach Einschätzung Peters’ auch die Session unter der Regentschaft des künftigen Prinzenpaares werden: „Bei den übrigen 16 ATK-Mitgliedsvereinen ist der Personalvorschlag der Stadtgarde mit Begeisterung aufgenommen werden. Auch ich persönlich freue mich sehr.“

Inthronisiert wird das neue Trierer Stadtprinzenpaar in der traditionellen ATK-Gala am 9. Januar 2021 in der Europahalle. Es folgt eine um anderthalb Wochen kürzere Session als in diesem Jahr: Aschermittwoch ist bereits am 17. Februar. Für Bernadette Wacht-Herrmann ist das „schade, aber kein Problem. Dann müssen wir eben um so mehr Stimmung machen.“

In der übernächsten Session will die KG Trier-Süd 1923 das Prinzenpaar stellen. „Wir haben einen entsprechenden Antrag an die ATK gestellt und hoffen darauf, dass der positiv beschieden wird“, bestätigt Geschäftsführer Ulrich Krugmann (59). Die Chancen stehen bestens, denn die Trier-Süder feiern 2022 ihr 99-jähriges Bestehen. Ein ganz unnärrisches Jubiläum wollen sie 2021 feiern: 50 Jahre Festhalle am Bach, am liebsten genau dort. Doch derzeit ist das vereinseigene Domizil wegen Statik-Problemen gesperrt. Zur Rettung gibt es nun eine neue Strategie. Krugmann: „Wir streben eine Ertüchtigung im Bestand an und haben dazu ein Architekturbüro und Statik-Spezialisten für Holzbauten ins Boot geholt. Bis Ende März wollen wir soweit sein, dass wir mit der Stadt besprechen können, wie es konkret weitergehen soll.“