Private "Inseln" zwischen Staatswald

"Im Privatwald schlummern unzureichend genutzte Holzpotenziale. Wir wollen sie mobilisieren", erklärt Privatwaldreferent Winand Schmitz in der Mitgliederversammlung des Kreiswaldbauvereins Trier-Saarburg.

Es geht um die blauen Flächen: Oberforstrat Winand Schmitz von Landesforsten (rechts) zeigt Werner Schmitz, Geschäftsführer Helmut Lieser und dem Vorsitzenden Winfried Manns (von links) die kleinparzellierten Privatwaldstücke im Landkreis, die inmitten von Staats- und Gemeindewald liegen. TV-Foto: Mechthild Schneiders

Trier. (mehi) Ungenutzte Potenziale im hiesigen Wald: Das war das zentrale Thema, um das es bei der Mitgliederversammlung des Kreiswaldbauvereins Trier-Saarburg ging. Während Staats- und Körperschaftswälder forstwirtschaftlich genutzt werden, gibt es im Privatwald Bestände an Eichen, Buchen und Fichten, die nicht verwertet werden. Rund ein Viertel der Waldfläche in Rheinland-Pfalz ist im Besitz privater Eigentümer. Im Landkreis Trier-Saarburg liegen einzelne Flächen zum Teil unter einem Hektar."Eine Schrotschuss-Situation", nennt Oberforstrat Winand Schmitz von Landesforsten Rheinland-Pfalz die Problematik der häufig kleinparzellierten und schlecht erschlossenen Waldstücke. Zudem seien Eigentumsverhältnisse und Grenzen oft unklar.Hier können Landesforsten und Waldbauvereine die privaten Waldbesitzer unterstützen. Die digitale Privatwaldinventur (PWI) sammelt und verwaltet wichtige Informationen zu den einzelnen Flächen wie Bestand oder Erreichbarkeit. Den strukturellen Nachteilen werde mit Waldflurbereinigung und freiwilligem Landtausch entgegengewirkt. Der Privatwaldreferent fordert die Kleinwaldbesitzer auf, sich zusammenzuschließen. Denn größere Flächen hätten beim Einsatz von Maschinen und bei der Vermarktung Vorteile, wie Pilotprojekte in Bitburg und an der Ahr zeigen.In Kooperation mit den Forstämtern werden auch in diesem Jahr Motorsägenlehrgänge durchgeführt, berichtet der Vorsitzende Winfried Manns in der Mitgliederversammlung, die der Jahresrechnung 2007 und dem Haushaltsplan 2008 zustimmt. Verein, Land und Berufsgenossenschaft bezuschussen die Weiterbildung.