Pro Senioren

Vorbildliches Engagement könnte man das nennen, was die Menschen rund um die Tagespflege im Altenheim in Schweich leisten. Sowohl die Profis als auch die Ehrenamtlichen.

Schweich. (kat) Sich im Schweicher Altenheim zu engagieren, ist für Karl-Heinz Josten Selbstverständlichkeit und bereitet ihm sehr viel Freude. "Es ist so schön zu sehen, wenn die Senioren in Klausen die Marienlieder mitsingen", sagt der Vorsitzende des Fördervereins Seniorenbetreuung mit Tränen in den Augen. Die Wallfahrt ist eins der vielen Angebote, die den Alltag von älteren Menschen, die in der Tagespflege betreut werden, erhellt und ihnen Momente "wie ät friher woar" wiedergibt. Auch Backen, Basteln, Ball spielen, Malen und vieles mehr sind fester Bestandteil der Tagespflege. Ehrenamtliche Fahrer (Oliver Hau, Günther Lindenthal, Hermann Loch, Hieronymus Jägen, Helmut Schmitt, Herbert Thesen) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Schweich holen die Senioren mit den DRK-eigenen Bussen zuhause ab. Die Finanzierung des Fahrdienstes übernimmt der Förderverein Seniorenbetreuung (der TV berichtete). Jeden Morgen Aktuelles aus der Zeitung

"Die Senioren werden montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr betreut. Wie oft jemand kommt, entscheiden die Familien", erklärt Heimleiterin Melanie Serwani. Die Nächte und Wochenenden verbringen die Senioren in ihrer heimischen Umgebung. Insgesamt stehen zwölf Tagespflegeplätze zur Verfügung. Hedwig Fröhlich (83) kommt gerne morgens ins Schweicher Heim. "Es ist gut, sich mit Gleichaltrigen unterhalten zu können", findet sie. Auch der Trierische Volksfreund spielt eine große Rolle bei den Senioren. Jeden Morgen liest ihnen eine Pflegerin Aktuelles aus der Tageszeitung vor. "Das mögen die Senioren sehr" , erzählt Josten. Und was älteren Menschen gut tut, weiß der "Mehringer Jong", wie ihn manche nennen, genau. Denn auch seine Mutter war fünf Jahre lang in der Tagespflege in Schweich. "Das ist eine gute Lösung für Leute, die alleine sind und wenn die Angehörigen Entlastung brauchen, weil sie berufstätig sind", sagt Karl-Heinz Josten.