Probebohrungen sollen Aufschluss geben
In Abstimmung mit dem Geologischen Landesamt wird ein Firmenkonsortium demnächst Probebohrungen im Raum Olk/Windmühle vornehmen. Diese sollen Aufschluss geben, ob sich dort ein Kalkstein-Abbau lohnt.
Ralingen/Welschbillig. (alf) Die Firma Lava-Stolz (Hillesheim) und zwei Partnerunternehmen haben Probebohrungen in Auftrag gegeben, um Aufschluss über Qualität und Mächtigkeit der Kalkstein-Vorkommen im Raum Olk/Windmühle/Kunkelborn zu bekommen. Das hat Firmenchef Dieter Stolz dem TV auf Anfrage mitgeteilt. Wie berichtet, hatte das Unternehmen aus dem Vulkaneifelkreis im Frühjahr in den Gemeinderäten der betroffenen Orte mit einem "Kurzprofil" des Vorhabens für Aufsehen gesorgt. In dem Papier wird von einem 220 Hektar großen Kalksteinvorkommen ausgegangen. Erforderlich, so heißt es da, sei ein Mindestvorkommen von rund 130 Millionen Tonnen; als Mindestlaufzeit für den Mega-Steinbruch werden 60 Jahre angegeben.
Bis Anfang November erwartet Geschäftsführer Dieter Stolz die Ergebnisse der Kernbohrungen. Erst dann könnten Aussagen über die benötigte Fläche, die Höhe des Investitionsvolumens und den eventuellen Bau eines Zementwerks gemacht werden. Drei Firmen haben sich für das Projekt zusammengeschlossen. Neben Stolz sind es zwei Betriebe aus dem westdeutschen Raum.
Die Standorte der Probebohrungen seien mit dem Geologischen Landesamt abgestimmt worden; vier Landbesitzer hätten ihre Zustimmung für die Bohrungen erteilt. Bei der Kreisverwaltung ist bisher noch kein Antrag auf Kalkstein-Abbau eingegangen. Die Anrainer-Gemeinden Ralingen, Welschbillig, Aach und Newel sind gegen das Vorhaben und haben einen Fachanwalt aus Bonn eingeschaltet.