Probleme im offenen Jugendtreff lösen

Probleme im offenen Jugendtreff lösen

Damit der Betrieb des offenen Jugendtreffs in Mertesdorf wieder ohne Probleme funktioniert, setzt die Ortsgemeinde auf die Hilfe eines externen Betreuers. Für 5100 Euro im Jahr soll dieser zwischen Trägerverein und jugendlichen Nutzern vermitteln und helfen, in der Jugendarbeit wieder feste Strukturen aufzubauen.

Mertesdorf. Für Jugendliche in Mertesdorf, die den offenen Jugendtreff an der Ruwertalhalle nutzen, soll es bald einen neuen Ansprechpartner geben. Der Ortsgemeinderat hat beschlossen, dass ein von der Ortsgemeinde bezahlter externer Betreuer den Betrieb im Jugendraum wieder in geordnete Bahnen lenken soll. Der Raum ist Eigentum der Ortsgemeinde.
Träger ist jedoch der Verein "Teens in", der sich seit Jahren um einen funktionierenden offenen Jugendtreff im Ort bemüht. Aus Sicht von Ortsgemeinde und Jugendpflege der Verbandsgemeinde (VG) Ruwer stößt der Verein jedoch zurzeit an seine Grenzen. "Da klappt momentan vieles nicht, von Absprachen bis Schlüsselübergabe", schilderte Ortsbürgermeisterin Ruth Wilhelm. "Wir haben ein Generationenproblem", stimmte VG-Jugendpflegerin Julia Eiter zu.
Die jungen Erwachsenen des Vereins und die vier 15- und 16-Jährigen, die den Raum häufiger nutzen möchten, kämen "nicht zusammen".
Deshalb soll nun Hilfe von außen kommen. Auf die Hilfskraft, die auf Honorarbasis arbeiten wird, warte eine "anspruchsvolle Aufgabe", sagte Eiter. In der Regel übernähmen Pädagogikstudenten den "Job". Sie würden von der Jugendpflege unterstützt. Der Rat sprach sich dafür aus, den Betreuer zunächst ein Jahr auf Probe mit acht Wochenstunden einzustellen. Die Ortsgemeinde kostet dies laut Eiter etwa 5100 Euro im Jahr. Der Kreis fördere die Hilfskraft mit 150 Euro im Monat. In den Verbandsgemeinden Konz und Schweich würden externe Betreuer bereits erfolgreich eingesetzt.
Die künftigen Öffnungszeiten des Jugendtreffs müsse der Betreuer mit den Jugendlichen abstimmen, sagte Eiter. Auf die Anregung von Ratsmitglied Carl von Schubert, die Gemeinde solle vorab über "attraktive Angebote" für den Jugendraum nachdenken, entgegnete die Jugendpflegerin: "Die Jugendlichen sollten die Inhalte selbst entwickeln. Es bringt nichts, Dinge von außen überzustülpen."
Der Rat stimmte mehrheitlich für die Einstellung des Betreuers, um in der Jugendarbeit im Ort "langfristige Strukturen" aufzubauen. Zusätzlich wurde angeregt, Angebote für Jugendliche unter 14 Jahren im Bürgerhaus zu schaffen. cweb

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