1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Projekt Ankommen: Die Sprache der neuen Heimat verstehen

Projekt Ankommen: Die Sprache der neuen Heimat verstehen

Für die Leiterin des Projekts Ankommen, Anna Clasen, ist klar: "Durch die Zusammenarbeit mit unseren Schülern, die aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen stammen, ist mir einmal mehr bewusst geworden, dass uns trotz aller Unterschiede mehr verbindet als trennt." Ganz vorne rangieren dabei der Wunsch nach Sicherheit, Geborgenheit, nach einer Lebensperspektive, aber auch Ängste und Befürchtungen.

Deshalb will die Arbeitsgemeinschaft Frieden in Trier mit ihrem Projekt Ankommen gegensteuern. Mit dieser Arbeit und Haltung kandidieren sie als Gruppe für den Ehrenamtspreis im Juni.
Seit 2014 werden kostenlose Deutschkurse für Flüchtlinge und Migranten angeboten. "Das ist für viele Schüler und Lehrer mehr als ein Deutschkurs. Es ist auch ein Ort der Begegnung, an dem sich Menschen unterschiedlichster Herkunft kennenlernen und neue Freundschaften schließen", sagt Susanne Erz, die diese Kurse mitorganisiert.
Das Team besteht derzeit aus 20 ehrenamtlichen Lehrern, hauptsächlich Studierende, aber auch Pädagogen im Ruhestand. Ziel ist es, durch Sprachkenntnisse den Alltag besser bewältigen zu lernen. Mit der neuen Sprache wird auch die neue Kultur vermittelt.
Vier Niveaustufen werden vermittelt: Alphabetisierung, Anfänger, fortgeschrittene Anfänger und Fortgeschrittene. "Wir sind der erste Kontakt für diese Menschen in einem fremden Land. Wir empfangen sie freundlich und in Augenhöhe", sagt Clasen. Die Kurse seien auch eine Entlastung zu der sehr ungewohnten, bürokratisch geprägten Umwelt, die Flüchtlinge in Deutschland nach ihrer Ankunft erwartet. Teilnehmen kann jeder, der die deutsche Sprache erlernen möchte. Der Einstieg ist jederzeit möglich. doth
Wenn Sie, liebe Leser, die Arbeit dieser Gruppe in Trier würdigen und sie zum Respekt-Preisträger im Juni wählen wollen, rufen Sie an und stimmen Sie unter der Nummer 0137/ 8226675-01* ab oder geben Sie Ihre Stimme online ab: volksfreund.de/respekt