Projektentwicklern absagen
Zum Thema "Klostermühle" bei Farschweiler folgende Zuschrift:
Zu diesem Thema sind schon mehrere Artikel im TV erschienen. Die "Klostermühle" liegt auf der Gemarkung Farschweiler, der angrenzende Bach ist der Lorscheider Bach. Ich habe die "Klostermühle" noch in Betrieb erlebt und war mit dem damaligen Leistungsangebot (50 Zimmer) zufrieden. Nachbesitzer haben sich durch das Zurverfügungstellen als Asylantenheim und einer Mietgarantie von fünf Jahren bei gleichzeitiger Versorgungsgarantie durch die Caritas eine goldene Nase verdient. Der damalige Verkaufspreis von 1,2 Millionen DM kann heute nicht mehr erreicht werden. Mir ist der heutige Verkaufspreis bekannt. Das gesamte Gebäude ist statisch noch in einem guten Zustand. Das Dachgebälk ist neuwertig. Wenn man natürlich mutwillig einen Verfall herbeiführen will, ist das möglich. Aus Sicherheitsgründen müsste der derzeitige Besitzer gezwungen werden, das Gebäude und hier vor allem das offene, halbgefüllte Schwimmbad abzusperren; ebenso ist das gesamte Gebäude offen zugänglich. In der Umgebung gibt es keine Hotelkapazität, obwohl viele Besucher unserer herrlichen Gegend günstige Schlafplätze suchen. Ein ehemaliger Mitinvestor beabsichtigte die Erhaltung der derzeitigen Bausubstanz und den zusätzlichen Ausbau eines Biergartens.
Den "Projektentwicklern" sollte man eine klare Absage erteilen. Die Abwasserentsorgung geht nur über eine Hebeanlage. Wohnmobile können nur auf befestigten Plätzen ohne Versickerungsmöglichkeit stehen. Der geplante Radwanderweg aus dem Fellertal herauf profitiert nicht von dem Wohnmobilplatz. Ein Tipp: Vielleicht sollten sich die Wohnmobilbesitzer mit dem Projektentwicklungsbüro in Hermeskeil in Verbindung setzen (Nutzung der ehemaligen Kaserne als Bikerpark usw.).
Und nun muss die Katze aus dem Sack: Mein Nachbar und ich sind Pächter des Lorscheider Baches und aller Bäche, die in diesen münden. Es wird keinerlei Wasserentnahme aus den Bächen (außer Viehwirtschaft laut BGB) erlaubt. Der Fischbestand (Bachforelle) hat sich Dank unseres Engagements erheblich verbessert. Zur Asylantenzeit sah das noch anders aus. Zum Schluss: Die Wohnmobilbesitzer sollen sich in Trier an der Mosel eine Bleibe suchen und nicht im sauberen Hochwald.
Hans Notermanns,
Farschweiler
infrastruktur