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Projektwochen: Schüler lernen Umgang mit Konfliktsituationen

Die Stadt Trier und der Kreis Trier-Saarburg starten am Montag, 2. Mai, eine neue Auflage ihrer Gewaltpräventionswochen. Der Arbeitskreis bietet unter dem Motto "Gewalt hat viele Gesichter" mehr als 40 Veranstaltungen an.

Trier. "Wir wollen die Teilnehmer für das Thema Gewalt sensibilisieren", sagt Maria Kronenberg vom Arbeitskreis (AK) Gewaltprävention. Sie hat die Gesamtkoordination der Aktionswochen übernommen, die am 2. Mai beginnen.

Unter dem Leitsatz "Gewalt hat viele Gesichter" können Kinder und Jugendliche, Schulklassen und sonstige Interessierte bis zum 17. Juni ein breites Angebot wahrnehmen. In Theaterstücken, Workshops oder einem etwas anderen Fußballturnier beschäftigen sich die Teilnehmer mit Konfliktsituationen.

Der Jugendclub des Theaters Trier setzt sich zum Beispiel in seinem Schauspielprojekt "Mutter Courage und ihre Kinder - Jugendliche und Krieg" mit der Frage auseinander: Krieg - was heißt das eigentlich für mich?

"Die Teilnehmer sollen sich selbst aktiv mit der Thematik auseinandersetzen", sagt Irene Stangl. Sie arbeitet beim Jugendnetzwerk Konz und bietet während der sieben Wochen unter anderem ein Seminar zum Thema Mobbing an.

An der Aktualität von dem Thema Jugendgewalt hat Ralf Weiler von der Bundespolizeiinspektion in Trier keinen Zweifel: "Es gibt zwar weniger Gewalttaten von Jugendlichen." Aber die Brutalität habe zugenommen (der TV berichtete).

In ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr hat die 20-jährige Lena Orth mit Schülern des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums Trier zwei Werbespots zu den Gewaltpräventionswochen gedreht. Die kurzen Filme sind im Offenen Kanal Trier zu sehen und auch in der Mediathek abrufbar.

Informationen und Anmeldung im Internet unter www.gewaltpraevention-trier.de pj

EXTRA



Der AK Gewaltprävention setzt sich seit zwölf Jahren mit dem Thema Gewalt und Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen auseinander. Der AK ist ein unabhängiges Gremium von freien und öffentlichen Trägern. Unterstützung erhält der AK unter anderem von der Nikolaus-Koch-Stiftung und der Sparkasse Trier. pj