Prüfung für höhere Ansprüche

Prüfung für höhere Ansprüche

TRIER-EITELSBACH. (dis) Der idyllisch in einem Seitental der Ruwer gelegene Karthäuserhof war zwei Tage lang der Austragungsort für das sechste Jungpferdeturnier. 57 Reiter mit 130 Pferden nahmen in verschiedenen Prüfungsklassen teil.

Die Höhepunkte des Turniers waren die Qualifikationsprüfungen der fünf- und sechsjährigen Dressurpferde für das Bundeschampionat des deutschen Dressurpferdes. Pressewartin Petra Ebert-Amberger: "Für diese Championatsprüfung ist der Karthäuserhof der einzige Austragungsort in Rheinland-Pfalz." Die Trakehner Interessengemeinschaft (IG) Moselland hatte das Turnier für Reiter aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und aus dem benachbarten Luxemburg vorbereitet. "Pünktlich zum Turnier ist es uns gelungen, den neuen Dressurplatz mit seinen Außenanlagen fertig zu stellen," sagt Vorsitzender Andreas von der Lahr. Damit ist für Reiter und Pferde die Grundlage geschaffen, um zum ersten Mal auf der Anlage Ausrichter der rheinland-pfälzischen Qualitätsprüfung zum Bundes-Championat des Deutschen Dressurpferdes zu sein. Eine Übersicht zeigt, dass alles bis ins Kleinste perfekt organisiert ist. Die IG hat an alles gedacht, was vorgeschrieben und notwendig für die Turnierdurchführung ist. So reicht die Palette der Helfer von den Richtern über die Meldestelle, den Tierarzt, den Hufschmied bis hin zum Bahnarzt und dem Sanitätsdienst. Für den Außenstehenden ist es trotzdem eine Flut von Eindrücken, die auf den ersten Blick für Verwirrung sorgt. Bei näherer Betrachtung kommt aber Licht ins Dunkel. Während auf dem etwas höher liegenden Abreiteplatz sich die nächsten Reiter mit ihren Pferden unter den Augen eines Richters für die Prüfung vorbereiten, zeigt jeweils ein Reiter mit seinem Tier auf dem Dressurplatz das gemeinsame Können. Das Pferd bewegt sich dabei in den Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp auf geraden und gebogenen Linien vorwärts, seitwärts oder auch rückwärts. "Die Richter bewerten den harmonischen Gesamteindruck, die Losgelassenheit, die Durchlässigkeit und den Gehorsam des Pferdes," erklärt Turnierleiter Norbert Bosslet. Am Samstagnachmittag ist es sehr warm, als Tanja Kayser mit ihrem Pferd "Wetten dass" zu ihrer sechs Minuten dauernden Prüfung auf den Dressurplatz reitet. Aus einem Lautsprecher werden ihr die 32 einzelnen Lektionen, die sie mit zu absolvieren hat, angesagt. Das Tier scheint sich weder an der Musikuntermalung noch an den hohen Temperaturen zu stören. "Das macht den Pferden nichts," sagt Bosslet. Hohe Konzentration ist nicht nur bei der Reiterin angesagt, sondern auch bei den Richtern. Sie haben zusätzlich den Sitz und die kaum sichtbare und dezente Hilfegebung durch Zügel oder Gewichtsverlagerung, die Bewegung und die Rittigkeit des Pferdes sowie die Korrektheit in der Ausführung der verlangten Lektionen zu bewerten. Die Ergebnisse des Turniers finden Sie im Sportteil auf Seite 21

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