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Radfahrer dürfen sich auf nagelneuen Weg freuen

Trier-Ruwer. Geht es nach den Ortsräten von Ruwer-Eitelsbach, wird 2018 eine Lücke im Radwegenetz zwischen Trier und dem Umland endlich geschlossen: Auf dem Gleisbett der ehemaligen Moselbahn in Ruwer soll die neue Strecke entstehen. Die Planung reicht geraume Zeit zurück, jetzt aber liegen Baubeschluss und die erforderlichen Haushaltsposten dem Stadtrat zur Abstimmung vor.

Trier-Ruwer. Ob Mosel- oder Ruwer-Hochwald-Radweg: Gleich mehrere Fahrrad-Wanderrouten enden derzeit mitten in Ruwer, der weitere Weg in die Innenstadt führt über ein stark befahrenes Straßenstück. Erst an der Einmündung des Feldwirtschaftswegs "Am Grüneberg" haben Radler wieder die Möglichkeit dem Autoverkehr auf der "Ruwerer Straße" zu entfliehen. Doch diese Kreuzung liegt unmittelbar hinter einer Kurve - nicht selten entstehen durch die fehlende Sicht konfliktträchtige Situationen.
Schon seit vielen Jahren wünscht sich deshalb der Ortsbeirat Ruwer-Eitelsbach den Lückenschluss. "Vor rund drei Jahren gab es bereits einen Bebauungsplan. Nur der Baubeschluss kam nicht zustande", erinnert Ortsvorsteherin Monika Thenot an die lange Vorgeschichte. Jetzt hat die Stadt eine Zusage für einen Landeszuschuss von 500 000 Euro in Aussicht. Somit wurde das Projekt in den geplanten städtischen Doppelhaushalt 2017/2018 eingestellt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 960 000 Euro. Der größte Teil davon ist für 2018 vorgesehen, dann soll mit den Arbeiten begonnen werden.
Auch ein Baubeschluss wird im Stadtrat in der Sitzung am 13. Dezember zur Abstimmung gestellt. Der darin beschriebene neue Geh- und Radweg beginnt am ehemaligen Bahnhof in Ruwer und führt rund 780 Meter entlang der alten Zugstrecke, parallel zur Autobahn auf die Kreuzung "Ruwerer Straße/Am Grünenberg". Die Gleise werden entfernt, das Gestrüpp gerodet und eine drei Meter breite Asphaltdecke aufgetragen.
An beiden Endpunkten wird die Strecke mit den bestehenden Radrouten durch neue Straßenquerungen verknüpft. So ist an der potenziell gefahrenträchtigen Kurve der "Ruwerer Straße" eine 3,50 Meter breite Verkehrsinsel geplant. Fußgänger profitieren außerdem von einer Verlängerung des Gehwegs: Der bisher unbebaute 200-Meter-Abschnitt bis zum Raiffeisen-Gelände erhält einen festen Belag. Am nordöstlichen Ende der neuen Trasse, im Bereich der Ortslage, wird ein Stück des Straßenbelags etwa 15 Meter vor der "Ruwerer Straße" von Asphalt auf Pflaster gewechselt. Dadurch soll hier auf querende Fahrräder aufmerksam gemacht werden.
So schlägt ein Plus beim Naherholungswert zu Buche. "Zwei Bänke und ein Tisch sind vorgesehen", berichtet Ortsvorsteherin Thenot, um einen Rastplatz am Wegesrand zu bilden. Durch das Entfernen der wilden Vegetation entsteht Raum für Baumpflanzung. Geplant sind Schotterhaufen und Sandflächen, um die Lebensgrundlage der unter Naturschutz stehenden Mauer eidechsen zu erhalten. ten

Extra

Durch die im Plan des neuen Radwegs ohnehin vorgesehenen Bänke hat der Ortsbeirat 500 Euro frei, die er für Sitzgelegenheiten an dieser Stelle reserviert hatte. Dieses Geld fließt stattdessen nun in die Sanierung der Bänke auf dem Friedhof. Die Blumenkästen entlang der Ruwer-Brücke werden dank der Spende eines Gartenbetriebs mit Tannenzweigen winterlich geschmückt. In der Ortsmitte Eitelsbach sind zwei Leuchten dank neuer LED-Technik heller geworden. Der Ortsbeirat hält die Lichtverhältnisse an der Bushaltestelle stadteinwärts aber weiterhin für verbesserungsbedürftig und will den Stadtwerken entsprechende Rückmeldung geben. ten