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Raiffeisenbank Mehring-Leiwen verabschiedet Aufsichtsrats-Chef Heinz Weis

Verabschiedung : Solide gewachsen, gut gewirtschaftet

Die Raiffeisenbank Mehring-Leiwen präsentiert positive Zahlen und verabschiedet nach 30 Jahren ihren Aufsichtsrats-Chef Heinz Weis.

Elf Prozent Wachstum, drei Prozent Dividende und mit der Generalsanierung der Hauptstelle in Leiwen in die Zukunft investiert und ein Zeichen gesetzt: Die Raiffeisenbank Mehring-Leiwen konnte ihren Mitgliedern bei der Generalversammlung in Mehring gute Nachrichten und positive Zahlen präsentieren. „Das Geschäftsjahr 2020 war ein erfolgreiches, aber durch Corona auch ein schwieriges für uns. Die Wirtschaft hat sich erholt, Firmen und Privatpersonen haben über unsere Bank und unsere Genossenschaftliche FinanzGruppe sehr stark investiert“, betont Vorstand Michael Müller. „Wir haben einen Zuwachs an Mitgliedern und Kunden verzeichnet – auch solche, die nicht aus unserem Kerngeschäftsgebiet stammen.“

Und die Privatkunden haben vor allem in Immobilien investiert – trotz gestiegener Preise und der knappen Baumaterialien. „Da spielte definitiv auch die Änderung der KfW-Förderrichtlinien eine Rolle“, sagt Vorstandskollege Nils Reh. Aktuell verfügt die Raiffeisenbank Mehring-Leiwen über 3216 Mitglieder.

Und die dürfen sich über eine überaus stolze Dividende von drei Prozent freuen, die von der Mitgliederversammlung beschlossen wurde. Die Genossenschaftsbank betreute im abgelaufenen Geschäftsjahr – inklusive Einlagen bei Verbundpartnern – ein Kundenvolumen von 415 Millionen Euro, eine erhebliche Steigerung von 11,1 Prozent im Vergleich zu 2019. Die Bilanzsumme der Bank stieg um 13,7 Prozent auf 182,5 Millionen Euro.

Die Kundeneinlagen stiegen um 12,1 Prozent auf 127 Millionen Euro bei der Raiffeisenbank Mehring-Leiwen selbst und auf 95 Millionen bei Verbundpartnern – seit 2018 stiegen die Einnahmen um nahezu 20 Millionen Euro. Ähnlich sind die Zahlen bei den Kundenkrediten, die um 12,3 Prozent auf 113  Millionen und inklusive Verbundpartner auf 185 Millionen Euro gestiegen sind. „Alle diese Zahlen belegen ein stabiles Wirtschaften unserer Bank und der gesamten genossenschaftlichen Finanzgruppe“, betont Vorstand Nils Reh.

Besonders stolz ist man auf die neu gestaltete Hauptstelle in Leiwen, die nachhaltig und klima­freundlich generalsaniert wurde, über die neueste Technik verfügt und dank eines neuen Raumkonzepts zeitgemäße Beratungsmöglichkeiten bietet. „Alles im Sinne unserer Kunden“, sagt Müller. Und der konnte sich gemeinsam mit Nils Reh und allen Bankmitarbeitern über eine besondere Auszeichnung freuen: Unter dem Motto „Kleine Bank, ganz groß“ wurde die Raiffeisenbank Mehring-Leiwen in ihrer Kategorie bereits zum fünften Mal „als beste Fördermittelbank in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen“ von der DZ Bank geehrt.

Ein Ziel für die mittelfristige Zukunft ist ein weiterer Ausbau des Warengeschäfts – dazu soll der Raiffeisen-Markt in Thörnich weiter modernisiert werden. Dieser steuerte rund 8,9 Millionen Euro zum Umsatz bei. Und was die Förderung von regionalen Institutionen und Vereinen betrifft, spendete die Genossenschaftsbank 12 000 Euro für die Feuerwehren im Geschäftsgebiet und weitere 9000 Euro an Winzertanzgruppen, Theater- und Karnevalsvereine sowie Schützenvereine.

Ein emotionaler Höhepunkt der Generalversammlung war die Verabschiedung von Heinz Weis, der wegen Erreichens der Altersgrenze nach 30 Jahren aus dem Aufsichtsrat ausschied, davon war der Leiwener die meiste Zeit der Vorsitzende. Für sein langjähriges Engagement erhielt er die Ehrenurkunde und Ehrennadel in Gold des Genossenschaftsverbands – Verband der Regionen e.V.

Heinz Weis wurde 1991 in den Aufsichtsrat der damaligen Raiffeisenbank Leiwen gewählt, 1992 wurde er Vorsitzender des Aufsichtsrats. Nach der Fusion mit der Raiffeisenbank Mehring im Jahr 1996 wurde er Stellvertreter des neuen Gremiums, ab 2006 dann wieder Vorsitzender. „Ein unaufgeregter Mensch, der immer zuhört, eine klare Meinung vertritt und bei vielen wichtigen Entscheidungen der vergangenen Jahre ein guter Ratgeber der Bank war“, charakterisierte Nils Reh den Jubilar, der in seinen Funktionen an rund 150 Aufsichtsratssitzungen und 30 Generalversammlungen teilnahm.

Neuer Aufsichtsratsvorsitzender ist der bisherige Stellvertreter Norbert Dixius aus Mehring, dessen Position hat nun Gerhard Jung inne. Neues Mitglied im Aufsichtsrat ist Christian Stoffel aus Leiwen.