Rasen für die gute Sache

Trier · Vertreter des Racing Teams Trier haben im Trierer Rathaus die Erlöse und Spenden des Bergrennens an die Empfänger übergeben. Das Geld ging an die Stadtgarde Augusta Treverorum, den Förderverein Jugend Trier-Saarburg und die Jugendarbeit in den Bergrenngemeinden Fell und Thomm.

Vertreter des Racing Teams Trier übergeben 8400 Euro an Strafgeldern aus dem Promirennen an soziale Einrichtungen und Vereine. TV-Foto: Anna-Sophie Schindler.

Trier. Schnelle Autos, brummende Motoren, Rennfahrer in Helm und Anzug: So kennt man den Motorsport. Bei dem Rennen, das Manfred Kronenburg mit dem Racing Team Trier veranstaltet, ist das anders.
"Rennen ist eigentlich der falsche Begriff. Denn Sieger ist nicht der, der am schnellsten die 3715 Meter lange Bergrennstrecke zwischen Fell und Thomm hochfährt. Sieger ist der prominente Fahrer, der bei der Veranstaltung im Rahmenprogramm des Trierer Bergrennens mit seiner Laufzeit am nächsten an das von Kronenburg vorgegebene Zeitlimit kommt. In diesem Jahr lag das bei drei Minuten und fünf Sekunden. Pro Sekunde Abweichung müssen die Fahrer 15 Euro spenden, das Geld ist traditionell für soziale Einrichtungen und Vereine in Stadt und Kreis.
15 Vertreter aus Politik und Wirtschaft nahmen in diesem Jahr an dem Promirennen teil und spendeten 8400 Euro. Der Erlös geht an die Tanzgruppe der Stadtgarde Augusta Treverorum und an den Förderverein Jugend aus Trier-Saarburg.
"Ich war 20 Sekunden zu langsam", erzählt Triers Wirtschaftsdezernent Thomas Egger (FDP). Er bereue aber keine Sekunde und gebe das Geld gerne."
Landrat Günther Schartz hat bereits fünf Mal an dem Rennen teilgenommen. "Ein bisschen kommt ja doch der Spieltrieb hoch." Ihm gehe es vor allem um den sozialen Aspekt.
Uwe Pauschka, Vorsitzender der Stadtgarde, freut sich über die Spende: "Wir werden für das Geld neue Uniformen kaufen." Hans Schmitt, Vorsitzender des Fördervereins Jugend, kann das Geld ebenfalls gut gebrauchen: "Wir werden Kindergärten und Bolzplätze damit unterstützen."
Zudem spendet das Racing Team einen weiteren Betrag für die Jugendarbeit der Gemeinden Thomm und Fell. Das Geld stammt aus den Eintrittsgeldern für den Kranzug, der die Zuschauer des Rennens bis zu 50 Meter über der Strecke in die Höhe zog. ass