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Raser auf Moselradweg in Trier wird auch in Konz gesichtet

Sicherheit : Radweg-Raser soll bis Konz gefahren sein

Der Raser auf dem Moselradweg in Trier ist auch in Konz gesichtet worden. Die Wasserschutzpolizei Trier geht von einer gemeingefährlichen Straftat aus und hofft auf weitere Zeugen.

Der Autofahrer, der am späten Dienstagabend laut Polizei über den cityseitigen Moselradweg  gerast sein soll und dabei mindestens einen Fußgänger gefährdet haben soll, ist weiterhin unbekannt. Aber die Wasserschutzpolizei ist in ihren Ermittlungen weitergekommen. „Es haben sich mehrere Zeugen bei uns gemeldet“, berichtet Oberkommissar Christopher Frohnen auf TV-Anfrage. Nach deren Aussage ist der Raser auch in Konz auf dem Moselradweg unterwegs gewesen – ebenfalls mit Tempo „jenseits von 50 Kilometern pro Stunde“.

Zuerst hatte der Autofahrer laut Polizei gegen 22.45 Uhr  in Höhe der Feuerwache (Trier-Süd) einen 27-Jährigen gefährdet, der Richtung Konrad-Adenauer-Brücke ging. Er habe telefoniert und in letzter Sekunde den von hinten kommenden PKW bemerkt. Dazu gibt es bisher nur vage Beschreibungen: dunkler Kompaktwagen (zwischen Kleinwagen und Mittelklasse), älteres Baujahr.

„Aber wir haben übereinstimmende Fragmente des Kennzeichens“, sagt Frohnen. „Wir versuchen nun, über das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg den Halter zu ermitteln.“

Nach bisherigem Stand zuletzt gesichtet wurde der Wagen beim Spielplatz in Höhe von Möbel Martin in Konz. Daraus lässt sich vermuten, dass der Fahrer mindestens sieben Kilometer auf dem Radweg fuhr. Möglicherweise setzte er seine Tour sogar entlang der Saar fort.

Alles in allem „ganz klar eine gemeingefährliche Straftat und keine Ordnungswidrigkeit“, so der Ermittler. Darauf steht laut Paragraph 315 Strafgesetzbuch eine Freiheitsstraße nicht unter einem Jahr. Die Wasserschutzpolizei hofft auf weitere Hinweise von Zeugen, die sich melden können unter Telefon 0651/938190 oder per E-Mail: ppelt.wsp.tr@polizei.rlp.de

Autos (abgesehen von Behördenfahrzeugen) auf dem Moselradweg – das ist zwar verboten, aber offenbar kein Einzelfall. So berichtet etwa Vitus Hilgert (30) von der Begegnung mit einem braun-beigen PKW am Mittwoch gegen 10.30 Uhr: „Der kam mir an der Römerbrücke entgegen, als ich mit dem Fahrrad Richtung Zurlauben fuhr. Am Steuer ein Mann um die 40, daneben eine Frau. Ich musste ausweichen und habe mich sehr geärgert. Die haben dort doch überhaupt nichts zu suchen.“