Rat kritisiert Kita-Pläne der Stadt

Rat kritisiert Kita-Pläne der Stadt

Kritik vom Ortsbeirat hat es bei der zurückliegenden Sitzung in Tarforst gegeben. Im Mittelpunkt stand der Bau der Kindertagesstätte.

Trier-Tarforst. Durch die Bank sauer auf die Stadtverwaltung sind die Mitglieder des Ortsbeirats Trier-Tarforst, was den Bau der neuen Kindertagesstätte (Kita) anbelangt. Auch Landschaftsarchitekt Christoph Heckel vom privaten Trierer Büro BGHPlan - Umweltplanung und Landschaftsarchitektur konnte in der jüngsten Ortsbeiratssitzung im Clubhaus des Fußball- und Sportvereins keinen Stimmungswandel herbeiführen, als er die geplante Gestaltung der Außenanlagen präsentierte.
Positiver Punkt: Laut Heckel ist damit zu rechnen, dass mit den Arbeiten in der nächsten Woche begonnen werden kann. Die Auftragssumme belaufe sich auf insgesamt 242 000 Euro. Das entspricht in etwa der ursprünglich geplanten — und nicht mehr für möglich gehaltenen — Viertelmillion Euro.
Zwar wurde Heckel vom Rat für seine Planung persönlich nicht kritisiert, das Trierer Rathaus hingegen umso heftiger. Völlig vernachlässigt worden sei, so der Rat, von der Verwaltung die Frage nach der An- und Abfahrt von Eltern der 80 bis 90 Kindergartenkindern. Die von Heckel angesprochene "Kiss-and-Ride-Zone" in der Straße Im Alten Garten sei zwar lobenswert, böte aber insgesamt keine Lösung, waren sich die Ratsmitglieder einig.
Wenn die auf der anderen Seite der Kita vorbeiführende Straße Zum Sarkbrunnen verkehrstechnisch nicht umgestaltet werde oder auf dem Kita-Gelände selbst keine Lösung gefunden werde, könne die Situation nicht akzeptiert werden, so das Gremium. Daher stimmte der Rat einstimmig für den Vorschlag von Leonore Hardes (FWG), eine sofortige Aufklärung von der Verwaltung zu verlangen. Ein Halten-verboten-Schild sei der falsche Ansatz, meinte CDU-Ratsmitglied Josef Willems: "Selbst nach drei Jahren ist die Planung noch nicht erledigt." Denkbar sei, etwa entlang der Straße Zum Sarkbrunnen einen Parkstreifen anzulegen. Die von Christoph Heckel genannten sechs Stellplätze für die Bediensteten der Kita blieben da außen vor. Sollte tatsächlich in den kommenden Wochen die Straßendecke im Alten Garten saniert werden, müsse das bis zur Klärung der Situation jedoch zurückgestellt werden.
Extra

Einstimmig angenommen worden ist bei einer Enthaltung die erste Änderung im Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan BFi 3Ä, An der Pferdsweide. Wichtig war dem Rat, dass der vorhandene Spielplatz nicht verkleinert werden darf. Vertagt wurde der Antrag vom Trimmelter SV, die Sanierung der Jugend-Tennisplätze mit einem Zuschuss aus dem Ortsbeiratsbudget zu fördern. Unmut äußerte Christian Simon Bamler (CDU) darüber, dass das Funktionsgebäude am Kunstrasenplatz des FSV Tarforst dem Rat als Versammlungsort verwehrt worden ist. Für den Raum sei vom Ortsbeirat "richtig Schotter geflossen". Daher sollte auf diese "zentrale Stelle" als Versammlungsraum für den Rat bestanden werden. Ortsvorsteherin Anne Weines (SPD) sah dies anders: "Wir sind in der glücklichen Lage, gleich zwei Clubhäuser zu haben." LH

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