Rathaus schläft

Zum Artikel "Radeln mit Irrungen und Wirrungen" über das Radfahren in Trier:

Im Doppelhaushalt 2004/05 hat die Stadt Trier für Radwege und deren Unterhaltung 250 000 Euro eingeplant. Bei mehr als 100 000 Radtouristen pro Jahr entspricht dies einer Investition von gut einem Euro je Tourist. Lächerlich gering für eine Stadt, die nach eigener Aussage im Tourismus einen entscheidenden Wirtschaftsfaktor für Trier sieht. Im Umland von Trier ist die Situation der Radwege tatsächlich besser. Radwege werden dort besser unterhalten. Die Radwege im Stadtgebiet sind oft verdreckt und teilweise durch übermäßige Randvegetation nur eingeschränkt nutzbar. In einem vor zwei Monaten veröffentlichten Leserbrief habe ich auf diese Missstände hingewiesen. Passiert ist seitdem nichts. Im Kritik resistenten Rathaus werden Rad fahrende Bürger anscheinend ignoriert. Es ist gut, wenn der TV wiederholt dieses Thema aufgreift. Das Rathaus braucht anscheinend öffentlichen Druck, um aus seinem Dornröschenschlaf zu erwachen. Hans-Jörg Frieden, Trier