Raubüberfall auf Taxifahrer

Ein 63-jähriger Taxifahrer ist in der Nacht zum Dienstag von drei jungen Männern zusammengetreten und ausgeraubt worden. Die Täter entkamen mit einer dreistelligen Summe. Der Fahrer hat eine gebrochene Rippe.

Trier. In die Gärtnerstraße in Trier-Nord war der 63-jährige Trierer Taxifahrer gegen 1 Uhr bestellt worden. Am Ende der Straße, im Bereich des Hintereingangs zum städtischen Grünflächenamt, warteten die drei vermeintlichen Fahrgäste. Durch das geöffnete Fenster auf der Fahrerseite erkundigte sich einer der Männer bei dem Taxifahrer über den Preis für eine Fahrt nach Trier-Süd. Plötzlich riss der Unbekannte die Tür auf, trat auf den Taxifahrer ein und klaute ihm die Geldbörse mit den Tageseinnahmen in dreistelliger Höhe.
"Das ging alles so schnell, dass der Fahrer sich gar nicht wehren konnte", sagt Karl-Heinz Schorr, Geschäftsführer der Trierer Taxi-Zentrale, in der die meisten der Trierer Taxiunternehmen und selbstständigen Fahrer zusammengeschlossen sind.
Der Täter flüchtete laut Polizeibericht zu Fuß mit seinen beiden Komplizen in Richtung des Fußwegs, der entlang des Hauptfriedhofs in die Herzogenbuscher Straße führt.
Der Taxifahrer verständigte über die Taxi-Zentrale die Polizei und versuchte, die Verfolgung aufzunehmen. Doch die Täter waren verschwunden. Auch ein Passant, der mit seinem Hund unterwegs war, konnte dem Taxifahrer keine Hinweise zur Fluchtrichtung geben.
Der Taxifahrer wurde wegen Prellungen im Brustbereich und einem Rippenbruch im Krankenhaus behandelt. "Letztes Jahr wurde ein Fahrer im Wald ausgeraubt und zusammengeschlagen und jetzt dieser Fall: Es ist ein gefährlicher Job, die Angst fährt immer mit", sagt Taxi-Zentralenchef Schorr. Meistens handele es sich um Beschaffungskriminalität. "Profis machen so was nicht für die relativ kleinen Geldsummen, die die Fahrer dabei haben." red/woc
Die Polizei sucht Zeugen des aktuellen Raubs, insbesondere den Hundehalter, Telefon: 0651/9779-2290.