Raus mit Kissen, rein in den Sack

TRIER. (kat) Das Baby schläft am sichersten in Rückenlage, im Schlafsack und rauchfrei. Auf der Neugeborenenabteilung des Evangelischen Elisabeth-Krankenhauses erfahren junge Eltern, dass sie einiges tun können, um die Gefahr des "Plötzlichen Säuglingstods" zu mindern.

Jahrelange intensive Untersuchungen des Plötzlichen Säuglingstods (SIDS) haben bewiesen, dass mögliche Ursachen dafür durch einfache Maßnahmen im häuslichen Bereich beseitigt werden können. Demnach können Eltern viel dazu tun, dass ihr Kind gesund aufwächst. Die Neugeborenenabteilung des Elisabeth- Krankenhauses zeigt jungen Eltern von Anfang an, wie ihr Baby nach neuesten Erkenntnissen sicher schläft: Alte dicke Kissen, Kuscheltiere und Felle wurden aus den Bettchen entfernt. Jetzt schlummern die Neugeborenen in Rückenlage in speziell angeschafften Schlafsäcken, die Hals, Kopf und Arme frei lassen und genügend Bewegungsraum für die Beine lassen. Ganz wichtig: Eine Überwärmung oder Unterkühlung wird vermieden. Das Personal im Krankenhaus rät Müttern und Vätern zu einer Raumtemperatur von maximal 16 bis 18 Grad und weist darauf hin, dass Babys unter Zigarettenrauch leiden. Erfahrungen aus den Niederlanden und Sachsen haben gezeigt, dass das konsequente Umsetzen der Empfehlungen das Risiko des SIDS um 50 bis 90 Prozent senken kann.