Regionale Trierer Beiträge rund um den Welt-Aids-Tag am 1. Dezember

Gesundheit : „Nach Feierabend zum HIV-Test“

Infos, Vorträge, Aktionen: Rund um den Welt-Aids-Tag am 1. Dezember werden zahlreiche regionale Beiträge organisiert.

Die HIV/STI‐Beratungsstelle des Gesundheitsamts Trier‐Saarburg und der Verein  Aids-Hilfe Trier sind gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern aus dem Arbeitskreis Sexualität & Gesundheit in Trier zentrale Akteure der HIV‐Präventionsarbeit. Aus Anlass des Welt-Aids-Tages (1. Dezember) gibt es zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen in Trier.

Freitag 29. November, 13 bis 17 Uhr vor dem Drogeriemarkt Hauptmarkt/Palais Walderdorff: Infostand zum Welt‐Aids‐Tag. Es besteht die Möglichkeit, sich über den aktuellen Wissensstand zu HIV und die Arbeit der Aids-Hilfe Trier zu informieren. Auch können rote Schleifen, das internationale Zeichen der Solidarität mit Menschen mit HIV, sowie die aktuellen Aids‐Teddys erworben werden. Sämtliche Spendeneinnahmen kommen direkt der Betroffenen‐ und Präventionsarbeit der Aids‐Hilfe Trier zugute.

Montag 2. Dezember, 16 bis 19.30 Uhr, Queeres Kultur‐ und Kommunikationszentrum SCHMIT‐Z (Mustorstraße 4): „Nach Feierabend zu HIV‐Test und STI‐Check“. Anonymes, niedrigschwelliges und szenenahes Angebot. Beim Aktionstag können alle Interessierten in den Räumen des queeren Informations‐ und Kommunikationszentrums SCHMIT‐Z kostenlos  Schnelltests auf HIV und Syphilis (Kombinationstest) und Tests auf Hepatitis sowie auf Chlamydien & Gonokokken (Abstrich durch Selbstabnahme) ausführen lassen.

Mittwoch 4. Dezember, 19 Uhr, Konstantin‐Basilika: Ökumenischer Gottesdienst zum Welt‐Aids‐Tag, organisiert vom Arbeitskreis Sexualität & Gesundheit und der schwul‐les‐bischen Gruppe Oase. Diesmal steht der Gottesdienst unter dem Motto „Höre und tue“. Anschließend besteht wieder die Möglichkeit zum gemeinsamen Treffen im SCHMIT‐Z.

Donnerstag/Freitag (5./6. Dezember), abends: „Der Nikolaus besucht die Sexarbeiterinnen in Trier und Trier‐Saarburg“. Die Streetworkerinnen der Beratungsstelle für Sexarbeiterinnen und der AIDS‐Hilfe Trier gehen in Bordelle, Clubs, Terminwohnungen und auf den Straßenstrich und verteilen Schokonikoläuse, Kondome, Gleitmittel und Infomaterialien. Vor allem aber haben sie ein offenes Ohr für die Frauen und die Themen, die sie aktuell bewegen. Die Aktion wird von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland‐Pfalz (LZG) unterstützt.

Sonntag 8. Dezember, 10 bis 13 Uhr, AIDS‐Hilfe Trier (Saarstraße 55): Sonntagsfrühstück zum Welt‐Aids-Tag.

Dienstag 10. Dezember, 17 bis 19 Uhr, Volkshochschule Trier (Domfreihof 1b): „In Würde altern und lieben?! Sexualität in der Altenpflege.“ Themenabend des Trierer Aktionsbündnisses „Vielfalt statt Einfalt.“ Geplant sind Kurzvorträge zu folgenden Themen: „Sexualität im Alter – Sexualität in der Altenpflege (Claudia Heltemes, Pro Familia Trier), „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt – Themen in der Altenpflege?! (Vincent Maron, SCHMIT‐Z), „HIV als Thema der Altenpflege“ und „Sexualassistenz“ (jeweils Bernd Geller, Aids-Hilfe Trier). Die Teilnahme ist kostenfrei, Voranmeldung nicht erforderlich (mit Unterstützung der LZG).

Freitag 13. Dezember, 19 Uhr, SCHMIT‐Z (Mustorstraße 4): Infoabend zur PrEP (Präexpositionsprophylaxe). Die PrEP, die vorsorgliche Einnahme von HIV‐Medikamenten vor ungeschütztem Sex zur Vermeidung einer HIV‐Ansteckung, wird kontrovers diskutiert. Für die einen ist sie der lang erhoffte Durchbruch im Kampf gegen HIV. Andere sehen hingegen die Gefahr eines Dammbruchs bei der Weitergabe von Syphilis, Tripper & Co. und die Entwertung von Sex mit Kondom. Was ist dran an diesen Positionen? Wie muss die PrEP eingenommen werden, damit sie funktioniert? Und wieso redet die Deutsche AIDS‐Hilfe immer öfter von „Safer Sex 3.0“? Diese und weitere Fragen zur „Präexpositionsprophylaxe“, wie die PrEP eigentlich heißt, beantwortet der Infoabend im SCHMIT‐Z.

Aktion „Streich die Vorurteile“ mit Start zum 1. Dezember: Zum Welt‐Aids-Tag möchte die Aids‐Hilfe Trier  auf Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen mit HIV in der Arbeitswelt aufmerksam machen. Unter dem Motto „HIV und  Beruf?! Geht das denn?“ soll dafür sensibilisiert werden, dass HIV-Infektionen im Arbeitsalltag nicht übertragen werden und HIV‐positive Menschen unter erfolgreicher Behandlung heute genauso ihre Arbeitsleistung erbringen können wie ihre HIV-negativen Kolleginnen und Kollegen.

Diese zentralen Botschaften sollen über aufstellbare Figuren aus Hartpappe und Broschüren der bundesweiten Welt‐Aids-Tags-Kampagne „Streich die Vorurteile“ vermittelt werden.