Regionaler Schulterschluss bei den Bädern

Regionaler Schulterschluss bei den Bädern

Die Betreiber von Bädern aus der Stadt Trier und dem Umland wollen sich zur "SWT Bädergesellschaft Region Trier mbH" zusammenschließen. Ziel ist es, in den Bereichen Organisation, Personal und Technik zusammenzuarbeiten. Auch die Bäder in Kordel und Mertesdorf gehören dazu.

Trier/Kordel/Mertesdorf. Bei der anstehenden Kommunal- und Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz geht es nicht nur um Fusionen und neue Gebietszuschnitte. Ziel der Reform ist es auch, dass Kommunalverwaltungen stärker zusammenarbeiten, um Kosten zu sparen.
Leitende Mitarbeiter von der Stadt Trier, dem Kreis Trier-Saarburg und der Verbandsgemeindeverwaltung Trier-Land hatten sich bereits im Jahr 2010 Gedanken gemacht, welche Kooperationsfelder in Frage kommen. Dabei verständigte man sich unter anderem auf die Zentralisierung der Bäderbewirtschaftung. Federführend sind die Stadtwerke Trier (SWT), die als Betreiber des Bades an den Kaiserthermen bereits seit einigen Jahren mit der Stadt Trier und Verbandsgemeinden (VG) aus dem Umland kooperieren. Es geht hauptsächlich um Vermittlung von Know-how und personelle Unterstützung.
Am Dienstagabend hat der Verbandsgemeinderat Trier-Land einstimmig der Gründung der SWT Bädergesellschaft Region Trier zum 1. Mai 2012 zugestimmt. Das Stammkapital beträgt 25 000 Euro, als Hauptgesellschafter hält die SWT 23 Prozent der Einlagen, die voraussichtlichen sieben Mitgesellschafter jeweils elf Prozent. Dies sind die Stadt Trier als Betreiberin der Freibäder Trier-Nord und -Süd, die Verbandsgemeinden Konz und Saarburg mit ihren Frei- und Hallenbädern sowie die Verbandsgemeinden Ruwer, Thalfang, Kell und Trier-Land mit den Freibädern in Mertesdorf, Thalfang, Kell und Kordel. Bei der Sanierung des Kylltalbades in Kordel leisteten beispielsweise schon SWT-Mitarbeiter Aufbauhilfe bei der Wassertechnik und dem startenden Badebetrieb. Beim Konzer Frei- und Hallenbad, das derzeit geschlossen ist und in den kommenden zwei Jahren neu gebaut wird, hat die VG Konz die Leitung des SWT-Bades bei der Erstellung eines Realisierungskonzeptes und bei den Vorbereitungen der Ausschreibungen eingebunden. Von einem verbesserten Management erhoffen sich die Beteiligten eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit. Bäder gehören meist zu den größten Defizitposten in den kommunalen Haushalten. Die Zusammenarbeit soll folgende Bereiche einschließen: Management und Organisation, Personaleinsatz und -austausch, Dienstpläne, Aus- und Fortbildung, Vertragsabschlüsse, Öffnungszeiten, Werbemaßnahmen, Beschaffung und Installation neuer Geräte sowie gemeinsamer Einkauf von Betriebs- und Verbrauchsmitteln.