Reizen für den Fußballnachwuchs

Reizen für den Fußballnachwuchs

Ollmuth heißt der neue Ortspokal-Sieger des Skatturniers, das der Fußballclub Schöndorf seit 1998 jährlich innerhalb der Pfarrei zugunsten seiner Jugendabteilung ausrichtet. In der Einzelwertung dürfen seit ein paar Jahren auch Spieler antreten, die nicht der Pfarrei Schöndorf angehören. Bester Einzelspieler 2013 ist Herbert Wollscheid (75) aus Pluwig.

Schöndorf. Gründe, um an dem seit 1998 alljährlich vom Schöndorfer Fußballclub (FCS) ausgerichteten Pfarrei-Skatturnier teilzunehmen, gibt es viele. Sabine Faß (44) aus Holzerath tut es "aus Familientradition".
Ewald Hennen aus Bonerath (57) "weil Karten spielen Spaß macht und weil der Erlös für die FCS-Jugend ist". Horst Gehlen (52, Schöndorf) "zur Aktivierung der Gehirnzellen" und der Hinzenburger Josef Jäckels (62), weil er "von Anfang an immer dabei war". Willkommen sind aber auch Neueinsteiger, wie der 18-jährige Matthias Kotz aus Ollmuth, der das Spielen von seinem Onkel gelernt hat, und ebenso Skatfreunde, die nicht der Pfarrei Schöndorf angehören. Letztere spielen nur für sich selbst, in der Mannschaftswertung bleiben sie außen vor.
Alle anderen sammeln während des Reizens, Drückens und Kopfrechnens zusätzlich Mannschaftspunkte für ihr Dorf.
Den Ortswanderpokal, den der ehemalige FCS-Vorsitzende Winfried Faß (50) aus Holzerath gestiftet hat, haben sich in 2013 die Ollmuther Skatspieler für ein Jahr lang gesichert.
In der Einzelwertung belegt in diesem Jahr Josef Wollscheid aus Pluwig den ersten Platz. Der 75-Jährige sagt lächelnd: "Natürlich habe ich auf den Sieg hin gespielt. Ich finde, so ein Angebot zur Freizeitgestaltung sollte man annehmen, egal in welchem Ort es stattfindet. Außerdem habe ich gerne mitgeholfen, die Jugend mit einem kleinen Obolus zu unterstützen."
Nach insgesamt 96 Spielpartien, die in Vierergruppen ausgetragen wurden (einer teilt aus, die anderen drei spielen), zieht der erste Vorsitzende des Schöndorfer Fußballclubs, Stefan Schmitt (30) eine positive Bilanz. Schmitt: "40 Teilnehmer in diesem Jahr - darunter fünf Frauen - das ist eine super Zahl. Wir sind rundum zufrieden und freuen uns sehr darüber, dass uns so viele Leute unterstützt haben."
Extra

In der Region wird Skat mit einem 32er, französischen Blatt gespielt. Die Kartenbilder haben französische Kartenmacher im 16. Jahrhundert historischen Vorbildern nachempfunden. Der Kreuz König steht für Alexander den Großen, der Pik König für König David, der im 10. Jahrhundert v. Chr. Juda und Israel zu einem mächtigen Reich vereinigte. Der Herz König symbolisiert Karl den Großen und der Karo König Gaius Julius Cäsar. Auch die Kartenfarben haben eine Bedeutung. Sie stehen für die vier Stände: Kreuz, eigentlich ein Kleeblatt, für den Bauern, Pik für den Adel, Herz für Geistlichkeit und Karo für das Bürgertum. (Quelle: www. deutscherskatverband.de) anfExtra

Einzelwertung: 1. Platz Josef Wollscheid (75), Pluwig; 2. Platz Andreas Berens (45), Schöndorf; 3. Platz Kurt Jakobs (46), Ollmuth. Mannschaftswertung: 1. Platz Ollmuth, 2. Hinzenburg, 3. Schöndorf, 4. Holzerath, 5. Bonerath. anf