"Relativ ruhige Lage"

TRIER. Eine Schlägerei, vier Festnahmen: So lautete die Bilanz der Polizei am frühen Donnerstagabend. Ursache für diesen relativ ruhigen Verlauf des Karnevalstags könnte die erhöhte Polizeipräsenz und die vorgezogene Prinzenproklamation gewesen sein.

In Schutzanzügen, mit dunklen Mützen auf dem Kopf und Schlagstöcken am Hosenbund überwachten gestern knapp 30 Polizisten alleine auf dem Hauptmarkt die feiernden und angetrunkenen Narren. Die Bereitschaftspolizei aus Wittlich-Wengerohr unterstützte damit die Trierer Polizei, die zusätzlich durch die Straßen patroullierte. Die Folgen der starken Präsenz: Bis zum späteren Nachmittag hatten die Beamten keine Probleme, kurz nach 17 Uhr gerieten zwei Heranwachsende in der Sternstraße aneinander Schnell waren weitere Jugendliche in die kleine Rangelei verwickelt. Polizisten griffen ein, einer der Streithähne und drei seiner Unterstützer widersetzten sich den Beamten und wurden daraufhin in Gewahrsam genommen. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren bereits am frühen Nachmittag ein verletzter Polizist, mehrere verwundete Jugendliche und junge Erwachsene sowie neun Festnahmen die Bilanz etlicher Schlägereien in der Innenstadt. "Wir haben unsere Einsatzstärke erhöht", sagte Polizeihauptkommissar Markus Kohl, "das hat entscheidend dazu beigetragen, dass es ruhiger blieb."1500 Jugendliche in Triers guter Stube

Außerdem vermutete Kohl, dass die von 15.11 Uhr auf 11.11 Uhr vorgezogene Prinzenproklamation zur Entspannung der Lage beigetragen hat: "Warteten die Jugendlichen in den vergangenen Jahren ab der Mittagszeit auf die Proklamation und betranken sich dabei, war der Festakt diesmal bereits zu Schulschluss beendet." Nach der Proklamation, bei der viele Erwachsene und Möhnen bei Karnevalsmusik für Stimmung sorgten, wurde Triers gute Stube tatsächlich zum Treffpunkt der Jugend: Nach Polizei-Einschätzungen tummelten sich am Nachmittag rund 1500 Schüler und junge Erwachsene auf dem Hauptmarkt.