Reportage Als sich Ernest Hemingway in der Eifel verschanzte

Buchet · Im September 1944 lebte der Schriftsteller und Kriegsreporter zwei Wochen lang in einem Bauernhaus in der Eifel. Er nannte es „Schloss Hemingstein“ und soll Waffen und reichlich Alkohol gehortet haben. Bis heute sind viele in der Eifel nicht gut auf den Literaturnobelpreisträger zu sprechen. Eine Spurensuche.

Es muss hoch hergegangen sein im September 1944 auf „Schloss Hemingstein“ im Eifelort Buchet. Ein halbes Dutzend Männer hatte sich hier, ganz in der Nähe der belgischen Grenze, in einem Bauernhaus mit Gastwirtschaft verschanzt. Der Zweite Weltkrieg ging in seine letzte Phase, US-Truppen hatten wenige Tage zuvor die deutsche Grenze überquert. Die Männer im „Schloss“ trugen Munitionsgürtel und Luger-Pistolen, die sie deutschen Wehrmachts-Soldaten abgenommen hatten. Aus Westentaschen baumelten Handgranaten.