Respekt und Anerkennung

Als Bernd Gritzmacher seinen "Laden", wie er das Riverside gerne nennt, am Valentinstag 1995 eröffnete, gaben ihm selbst ernannte Fachleute "zwei, höchstens drei Jahre". Es wurden schließlich elf, die, das darf man durchaus festhalten, Trier ganz gut taten.

Gritzmacher brachte Cracks wie Jauch und Carpendale auf die Bühne, bescherte Trier mit "Pop meets Classic" eines der raren gesellschaftlichen Highlights, sponserte Kultur, Karneval und soziale Einrichtungen. Als Disc-Jockey (gegen den Willen des Vaters) in die Welt gezogen, als ambitionierter Selfmade-Unternehmer in die Heimatstadt zurückgekehrt - auch der heute 60-Jährige lebte ganz gut mit der Anerkennung und dem Respekt, die er sich erarbeitet hatte. Was man an ihm hat und hatte, rückt nach dem neuerlichen Abstieg des SV Eintracht Trier schmerzlich ins Bewusstsein. Vier schwierige Jahre lang hielt er als Präsident den Kopf hin. Bis er 2004 - wohl nicht ganz freiwillig - nicht mehr kandidierte. Der Rest der Geschichte ist bekannt. r.morgen@volksfreund.de