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Rettungskräfte üben Großeinsatz nach Zugunglück

Rettungskräfte üben Großeinsatz nach Zugunglück

In Igel haben Rettungskräfte am Samstag den Ernstfall geprobt. Nach einem fiktiven Unfall, bei dem ein Auto von einer Regionalbahn erfasst wurde, absolvierten Feuerwehren, Sanitäter und Bahn am Vormittag eine Großübung.

"Zugunfall mit mehreren Verletzten", mit diesen Worten wurden die Feuerwehren am Samstagmorgen gegen 8.30 Uhr alarmiert. Es handelte sich dabei allerdings nicht um einen echten Einsatz, sondern um eine Großübung.

Die Ausgangslage: Ein Auto hatte sich im Baustellenbereich in Igel an einem Gleisbett festgefahren. Noch ehe der Fahrer reagieren konnte, wurde er von einer Regionalbahn erfasst, das Auto durch die Luft katapultiert und auf einen anderen Wagen, der auf einem Parkplatz abgestellt war, geschleudert. Die Insassen der beiden Autos wurden eingeklemmt und schwer verletzt. Wegen der Notbremsung des Zuges wurden mehrere Fahrgäste verletzt.

Die Feuerwehr Igel traf als erste am Einsatzort ein. Bereits während der Anfahrt wurde von der Leitstelle mitgeteilt, dass die Bahnstrecke gesperrt wurde, und dass der Notfallmanager Bahn zur Unglücksstelle unterwegs ist. Wehrführer Winfried Bindges von der Feuerwehr Igel erkannte sofort den Ernst der Lage und ließ sofort weitere Kräfte alarmieren. Die Türen der Bahn wurden notentriegelt, damit die Helfer zu den Verletzten ins Abteil gelangten. In der Zwischenzeit begann die Feuerwehr Langsur, mit Rettungsschere und Spreizer die Eingeklemmten aus den beiden Fahrzeugen zu befreien. Der Notfallmanager der Bahn ließ die Oberleitung stromlos schalten und die Leitung erden, um sicher zu stellen, dass keine Restspannung anliegt.

Nach und nach wurden die Verletzten zu einem Sammelplatz gebracht und von Helfern des Malteser Hilfsdienstes aus Trier-Irsch betreut. Nach der Sichtung wurden sie dann in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Auf dem Nachbargleis wurde ein Arbeiter unter einem Waggon eingeklemmt. Die Feuerwehr aus Trier-Zewen hatte die Aufgabe, den Verletzten mit einem Hebekissen zu befreien. Die Feuerwehr Konz kam mit ihrem Rüstwagen zum Einsatz. Mit eigenen Loren brachte sie noch zusätzliches Material und Schleifkorbtragen zum Einsatzort.

Neben den rund 90 Helfern waren einige Übungsbeobachter von Feuerwehr und Bahn dabei und verfolgten das Szenario. Die Übung verlief reibungslos, die ortsübergreifende Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen sei äußerst positiv abgelaufen, so der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Trier-Land, Jürgen Cordie. Im Anschluss an die Übung fand im Feuerwehrgerätehaus Igel eine Nachbesprechung statt.