Bald soll es Klarheit geben Rettungsplan für Galeria-Kaufhof-Filialen – Welche Rolle Ikea auch in Trier spielen könnte

Trier · Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof sucht mit möglichen Investoren einen Weg aus der Insolvenz. Was planen sie für die Einkaufszentren? Wie steht es um die Zukunft der Filialen? Und was für Trier diskutiert wird.

Rettungsplan für Galeria-Karstadt-Kaufhof: Wie geht es in Trier weiter?
Foto: Christiane Wolff

Galeria Karstadt Kaufhof musste jüngst Insolvenz anmelden. Vom Amtsgericht Essen wurde Rechtsanwalt Stefan Denkhaus zum Insolvenzverwalter des Kaufhauskonzerns bestellt. Er soll, wenn es nach dem Willen möglicher Investoren geht, dem Insolvenzgericht demnächst einen Plan zur Sanierung des Unternehmens vorlegen. Der sieht nach Medienberichten einen Umbau der Warenhäuser in Einkaufszentren vor. Sollte das Insolvenzgericht den Plan annehmen, muss auch noch die Gläubigerversammlung zustimmen. Mit einer Entscheidung wäre dann bis Ende Mai zu rechnen.

Richtet Ikea Planungsstudios in den neuen Galeria-Malls ein?

Laut Medienberichten sieht der Plan vor, dass insgesamt 70 Galeria-Karstadt-Kaufhof-Filialen in Mega Malls umgebaut werden. In diese Malls sollen sich dann verschiedene Unternehmen einmieten. „Focus Online“ berichtet, dass vor allem Ikea großes Interesse an einer entsprechenden Partnerschaft habe. Die schwedische Möbelhauskette würde laut diesen Plänen in den Einkaufszentren Planungsbüros einrichten. Hier könnten die Kunden dann entscheiden, ob sie ihre Bestellung zu sich nach Hause liefern lassen, in einem der Möbelhäuser abholen oder an einem sogenannten Pick-up-Point einsammeln. Schon in der Vergangenheit hat Ikea immer wieder signalisiert, dass sie an der Einrichtung entsprechender Studios sehr interessiert seien.

Der Plan für die Malls sehe zudem vor, dass neben den Planungsbüros auch eine kleine Markthalle eingerichtet wird. So sei unter anderem denkbar, dass in den umgebauten Einkaufszentren Friseure, Nagelstudios oder Gastronomen ihre Dienstleistungen anbieten. Vorbild für dieses Konzept sind amerikanische Malls. Für die Mitarbeiter würde das wohl grundsätzlich heißen, dass sie aufatmen können. Denn auch das klassische Warenhaus soll weiterleben – nur dass das neue Konzept mehr Wert darauf legt, den Kunden ein Einkaufserlebnis zu bieten.

Welche Galeria-Fialen schließen, entscheidet sich wohl bis zum 30. April

Ob das für alle Galeria-Karstadt-Kaufhof-Angestellten in Trier gilt, erscheint allerdings als unwahrscheinlich. Mit aktuell noch zwei Filialstandorten (Fleischstraße und Simeonstraße) könnten in einer Filiale bald die Türen für immer schließen. Wie es in Trier – aber auch mit Filialen in Aachen, Freiburg, Hannover, Mannheim, Münster, Stuttgart, Ulm und Würzburg – weitergeht, soll laut „Focus Online“ spätestens am 30. April klar sein.

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