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Landesmuseum Trier: Hier reist man in längst vergangene Zeiten

Tourismus und Freizeit : Rheinisches Landesmuseum Trier: Hier reist man in längst vergangene Zeiten

Das Rheinische Landesmuseum Trier gehört zu Deutschlands bedeutendsten archäologischen Museen. Hier wird die 200.000 Jahre alte Geschichte der Region lebendig.

Was für Ausstellungen bietet das Landesmuseum Trier?

Im Rheinischen Landesmuseum Trier gibt es viel zu entdecken und zu sehen: Insgesamt beherbergt das archäologische Museum auf 3500 Quadratmetern Dauerausstellungsräume, in denen die Besucher vieles über die römische Zeit in und um Trier erfahren, aber auch zum Mittelalter und der Neuzeit. In der Dauerausstellung zu sehen sind rund 4500 Objekte – unter anderem die größte Mosaiksammlung nördlich der Alpen. Die Mosaike mit Bildnissen historischer Figuren stammen zum Teil aus dem dritten Jahrhundert und zierten früher wichtige Gebäude. Sie sind nahezu komplett erhalten und ein wertvolles Dokument der Geschichte.

Darüber hinaus beherbergt das Landesmuseum aber auch den größten römischen Goldmünzenschatz der Welt. Insgesamt 2600 Goldmünzen mit einem stattlichen Gewicht von 18,5 Kilogramm wurden 1993 bei Ausschachtungsarbeiten für eine Tiefgarage vor Ort gefunden und liegen nun gesäubert und glänzend im museumseigenen Münzkabinett aus. Besucher können sich vor Ort anhand vieler archäologischer Ausgrabungen und Exponate ein Bild darüber machen, wie Trier in der Römerzeit aussah und wie die Menschen im Mittelalter hier gelebt haben.

Weitere 1000 Quadratmeter im Landesmuseum sind wechselnden Sonderausstellungen gewidmet. So feierte das Museum beispielsweise 2007 mit der Ausstellung zu Konstantin dem Großen, aber auch 2009 mit „Schönheit im alten Ägypten“ und 2016 mit „Nero. Kaiser, Künstler und Tyrann“ drei sehr erfolgreiche Sonderausstellungen, die zahlreiche Besucher in das Rheinische Landesmuseum lockten. Für 2022 wurde „Der Untergang des Römischen Reiches“ zum Thema gemacht.

 Ein Blick in die Dauerausstellung des Landesmuseums Trier.
Ein Blick in die Dauerausstellung des Landesmuseums Trier. Foto: GDKE, Rheinisches Landesmuseum Trier/Thomas Zuehmer

Welche Geschichte hat das Landesmuseum Trier?

Gegründet 1877 als Provinzialmuseum der preußischen Rheinprovinz im Zuge der einzigartigen Ausgrabungen und Baudenkmäler in der Region, gehört das Rheinische Landesmuseum Trier heute zu den bedeutendsten archäologischen Museen Deutschlands. Ursprünglich wurde das Provinzialmuseum vom Rheinischen Provinzialverband getragen und ging nach dem Zweiten Weltkrieg in die Verantwortung des Landes Rheinland-Pfalz über. Im Jahr 2008 wurde das Rheinische Landesmuseum in die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) aufgenommen, einer oberen Landesbehörde, die sich um Denkmalschutz und Denkmalpflege kümmert.

Das Museumsgebäude, das zwischen 1885 und 1889 erbaut wurde, musste in den 1950er-Jahren zum Teil wieder errichtet werden, da es während des Zweiten Weltkrieges Schaden genommen hatte.
Das Landesmuseum Trier ist das Gedächtnis der Region, Quelle der kulturellen Entwicklung in diesem außergewöhnlichen Landstrich an der Grenze zu Luxemburg. Von den Römern vor über 2000 Jahren gegründet, beansprucht Trier den Titel der ältesten Stadt Deutschlands für sich. Entsprechend viele Zeugnisse lassen sich bei Ausgrabungen in der Stadt entdecken. Die meisten Ausstellungsstücke des Landesmuseums stammen aus eigenen Grabungen.

Auf rund 3500 Quadratmetern und mit rund 4500 Exponaten dokumentiert das Rheinische Landesmuseum die 200.000 Jahre alte Geschichte Triers und seiner Umgebung von der Urzeit bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Dieses bedeutende Museum hat sich der archäologischen Denkmalpflege verpflichtet. Das Arbeitsgebiet der Mitarbeiter umfasst eine Fläche von fast 6000 Quadratkilometern und ragt über Trier hinaus bis in die angrenzenden Landkreise Bernkastel-Wittlich, Birkenfeld, Bitburg, Saarburg, hinein in die Vulkaneifel. Ein sehr großes Areal, in welches das komplette Saarland zweimal hineinpassen würde oder 800.000 Fußballfelder. Weit über 10.000 archäologische Fundstellen wurden kartografiert.

Ist das Landesmuseum Trier auch etwas für Kinder?

Aufgrund seiner Größe und vielfältigen Exponate bietet das Rheinische Landesmuseum für alle Altersgruppen spannende Einblicke in eine längst vergangene Zeit. Auch Kinder, die nur wenig Input brauchen, um ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen, werden im Landesmuseum Trier große Freude haben.

Besonders spannend sind für junge Museumsbesucher die unterschiedlichen Workshops, die immer wieder im Programm angeboten werden. So laden Museumsmitarbeiter Kinder in regelmäßigen Abständen zur Museumswerkstatt ein, wo die Minis ab sieben Jahren beispielsweise nicht nur eine kindergerechte Führung durch das Museum erhalten, sondern auch selbst spielerisch in die vergangene Zeit eintauchen können, beispielsweise indem sie in die Rolle eines römischen Stadtplaners schlüpfen oder den Alltag der Römer nachspielen.

Auch ein Zukunftsdiplom können die jungen Museumsbesucher erwerben, indem sie durch die Ruinen der Kaiserthermen auf Schatzsuche gehen und Rätsel lösen. Immer wieder werden auch kindgerechte Familienführungen angeboten. Ein Blick in den Veranstaltungskalender des Landesmuseums lohnt sich.

Welche Öffnungszeiten hat das Landesmuseum Trier?

Besucht werden kann das Rheinische Landesmuseum Trier täglich außer montags. Es ist von dienstags bis sonntags in der Zeit von 10 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet. Der letzte Einlass ist bis 16.30 Uhr möglich. Außer an Rosenmontag, Weihnachten, Silvester und Neujahr öffnet das archäologische Museum auch an Feiertagen wie über Ostern (Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag), am Tag der Arbeit (1. Mai), Himmelfahrt, über Pfingsten, an Fronleichnam und am Tag der deutschen Einheit (3. Oktober) sowie an Allerheiligen (1. November).

Gruppen werden mit vorheriger Anmeldung von dienstags bis freitags ab 9.30 Uhr durch das Museum geführt. (Stand: April 2022)

Welche Eintrittspreise hat das Landesmuseum Trier?

Die Eintrittspreise im Rheinischen Landesmuseum Trier sind gestaffelt: Kinder bis zum siebten Lebensjahr etwa genießen freien Eintritt. Erwachsene ab 18 Jahren zahlen dagegen acht Euro. Für Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 18 Jahren kostet der Eintritt regulär vier Euro. Es gibt allerdings auch jede Menge Ermäßigungen. Schüler über 18 Jahre, Studenten, Auszubildende, FSJ-Leistende, Rentner, Arbeitslose und Schwerbehinderte beispielsweise können mit einem entsprechenden Nachweis für sechs statt acht Euro das Museum besuchen.

Besondere Preise gelten auch für Familien und Gruppen: Ein Erwachsener in Begleitung von bis zu vier Kindern im Alter bis 18 Jahre kann mit der Familienkarte I mit den Kindern für acht Euro ins Museum. Zwei Erwachsene mit maximal bis zu vier Kindern im Alter bis 18 Jahren zahlen mit der Familienkarte II 16 Euro. Für Gruppen ab zehn Personen beträgt der Eintritt 5,50 Euro pro Person. Schüler im Klassenverband zahlen ab einer Größe von zehn Teilnehmern ebenfalls einen Gruppenrabatt von zwei Euro pro Person.

In den Eintrittspreisen ist jeweils ein Audioguide auf Deutsch, Englisch, Französisch oder Niederländisch enthalten. Mit dem Kultursemesterticket „DiMiDo“ erhalten Studierende der örtlichen Universität Trier, der Theologischen Fakultät, der Hochschule Trier jeweils dienstags, mittwochs und donnerstags sogar einen gänzlich freien Eintritt in das Landesmuseum. (Stand: April 2022)

Wo kann man am Landesmuseum Trier parken?

Leider verfügt das Rheinische Landesmuseum Trier außer über einen Behinderten-Parkplatz und einem Bushalteplatz zum Ein- und Aussteigen der Gäste über keine eigenen Parkplätze, sodass sich die Besucher, die im eigenen Pkw anreisen und sich in Trier nicht sonderlich gut auskennen, im Vorfeld Gedanken machen sollten, wo sie ihr Fahrzeug abstellen. In der Innenstadt Triers gibt es zudem keine kostenfreien Parkplätze. Möglicherweise bietet sich in größeren Gruppen daher sogar eher eine gemeinsame Busfahrt oder die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel an.

Vom Hauptbahnhof Trier etwa sind es 15 Gehminuten zum Museum. Alternativ kann vom Hauptbahnhof die Linie 2, Richtung Heiligkreuz bis zur Haltestelle Mustorstraße genutzt werden, die sich knapp 400 Meter vom Rheinischen Landesmuseum entfernt befindet. Das Museum ist auch von der Haltestelle Kaiserthermen in 400 Metern erreichbar. Diese Haltestelle wird sogar von mehreren Linien (2, 6, 7, 8, 10, 16 und 30) angefahren. Wer nicht auf die Anfahrt mit dem eigenen Wagen verzichten will, muss in öffentliche Parkhäuser ausweichen.

Der Parkplatz Palastgarten liegt 200 Meter vom Landesmuseum, die Tiefgarage Basilika 300 Meter entfernt und der Parkplatz Konstantinplatz 350 Meter. Alle drei Parkmöglichkeiten sind kostenpflichtig. Die beiden Letztgenannten werden von den Stadtwerken Trier (SWT) betrieben. Wochentags liegen hier die Tarife bei 80 Cent für 30 Minuten und 1,70 Euro pro Stunde. Der Höchstbetrag im Tagestarif liegt bei 15,30 Euro. Auch an Sonn- und Feiertagen sind die Parkhäuser hier kostenpflichtig, wobei der Höchstbetrag bei 3,40 Euro liegt.

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