Richterakademie mit neuem Chef

Richterakademie mit neuem Chef

Drei Jahre lang hat Dagmar Mittler den Posten als Direktorin der Deutschen Richterakademie besetzt. Jetzt scheidet sie nach ihrer regulären Amtszeit aus und wird von Frank Jüttner abgelöst.

Trier. Turnusgemäß nach drei Jahren verlässt Dagmar Mittler ihren Posten als Direktorin der Deutschen Richterakademie. Ihr Nachfolger, Frank Jüttner, übernimmt nun die Leitung der Fortbildungs- und Tagungsstätte für Justiz-Angehörige an den beiden Standorten in Trier und dem brandenburgischen Wustrau. Während Dagmar Mittler als Richterin wieder nach Berlin zurückkehrt, starteten für Frank Jüttner (41) offiziell am 1. Juni die drei Jahre, die Mittler nun beendet. In seiner Zeit als Direktor an der Deutschen Richterakademie wird Jüttner wie seine Vorgängerin verantwortlich für Tagungen und Fortbildungsprogramme für Richter und Staatsanwälte sein. 130 bis 140 Veranstaltungen bietet die Akademie jährlich für bis zu 5000 Teilnehmer. Zuvor war der 41-Jährige Richter am Landgericht Neuruppin und Richter am Brandenburgischen Oberlandesgericht. "Ich übernehme ein Haus mit Renommee, zu dem es Frau Mittler gemacht hat, und ich habe mir vorgenommen, es fortzuentwickeln. Die Zeit wird es zeigen, wie es sich ändern wird", sagt Jüttner. Denn Richter und Staatsanwälte sähen sich immer ausdifferenzierteren Aufgabenstellungen gegenüber, deren Bewältigung auch in der Fortbildung aufgegriffen werden müsste.Mittler habe während ihrer Zeit wichtige Personalentscheidungen treffen und die Organisationsstrukturen erneuern müssen, sagte Heinz Georg Bamberger, rheinland-pfälzischer Minister für Justiz. Jüttner zeichne sich durch sein Organisationstalent, Einsatzbereitschaft und seine Verwaltungs- und Berufserfahrung aus, beschrieb Helmut Krah, Vizepräsident des Landgerichts Neuruppin, warum Jüttner genau der richtige Mann für den Posten und ein würdiger Nachfolger für Mittler sei. Seine Aufgaben wird Jüttner an beiden Standorten der Richterakademie in Trier und dem brandenburgischen Wustrau übernehmen, und er wird damit Chef von etwa 50 Mitarbeitern.