Richtfest auf historischem Grund

Der Wohnpark Theater Maximus auf dem ehemaligen Gärtnereigelände an der Schützenstraße nimmt Gestalt an. Am Freitag ist Richtfest gefeiert worden.

 Zimmermeister Marco Jung spricht mit Verstärkung seines fünf Jahre alten Töchterchens Ida den Richtspruch. TV-Foto: Gabriela Böhm

Zimmermeister Marco Jung spricht mit Verstärkung seines fünf Jahre alten Töchterchens Ida den Richtspruch. TV-Foto: Gabriela Böhm

Trier. Die Rioler Uli-Müller-Band sorgte für die Musik, zu der eine Vielzahl von Gästen und Handwerkern Richtfest in der Schützenstraße feierten. Auch Künstler waren gekommen, um den Bau zu begutachten. Schließlich sollen die gläsernen Aufzugsschächte und die Treppenhäuser mit großformatigen Werken verziert werden.

In der Nähe des Areals einer ehemaligen Gärtnereisoll die Pferderennbahn des römischen Trier gelegen haben. Bauherr und Investor Ralf Kohlhaas (Firma K1 Bauprojekt, Nonnweiler) informierte über den aktuellen Stand des Projekts, das er zusammen mit Engelbert Michels (Merzig) stemmt. Mittlerweile sind in 12 800 Kubikmeter umbautem Raum 2810 Quadratmeter Wohnfläche entstanden. Das seien 22 "hochwertige Wohnungen" und 29 Tiefgaragenstellplätze. Zu einem Quadratmeterpreis von rund 2550 Euro sind so gut wie alle Wohnungen bereits verkauft, sagte Kohlhaas. Eine Wohnung habe durchschnittlich rund 350 000 Euro gekostet. 40 Prozent der Immobilien seien von Kapitalanlegern erworben worden, 60 Prozent von Eigennutzer, deren Durchschnittsalter bei 50 Jahren liege. Das Gebäude ist ein förderfähiges Niedrigenergiehaus mit dreifachverglasten Fenstern und Solaranlage für Brauchwassererwärmung.

Gartenanlage und Klanginstallation



Erste Bewohner sollen im Juni einziehen. Damit hat sich der Bau um einen Monat "aufgrund der schwierigen Logistik" verzögert. Die Baustelle ist nur durch eine enge Zufahrt erreichbar.

Der von Christian-Bauer-Architekten (Luxemburg) und Manfred Müller & Partner (Trier) geplante Komplex kostet rund 6,8 Millionen Euro. Geplant ist laut Kohlhaas eine ansprechende Außengestaltung mit Sitzbänken und Gartenanlage. An die römische Vergangenheit erinnern soll eine Klanginstallation in der Tiefgarage, lichtabhängig und unter Anlehnung an römische Instrumente.