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Richtfest gefeiert: Die Erweiterung der Trierer Jugendherberge liegt voll im Zeitplan

Richtfest gefeiert: Die Erweiterung der Trierer Jugendherberge liegt voll im Zeitplan

Erweiterungsbau macht die Trierer zur größten Jugendherberge im Land. Der OB gibt beim Richtfest ein bemerkenswertes Versprechen.

"Ach, wenn nur alle Bauprojekte so gut vorankämen …", seufzt Trier-Nord Ortsvorsteher Christian Bösen (50). Stimmt, die Erweiterung der Jugendherberge Trier liegt voll im Zeitplan, was man von großen Vorhaben nur wenige Meter weiter flussauf- (Ertüchtigung Moseldamm Zurlauben) und -abwärts (Bebauung Quartier Feuvrier) nicht sagen kann. Aber die spielen diesmal keine Rolle. Es wird gefeiert, und zwar das Richtfest des besagten Erweiterungsbaus. "Dies ist ein guter Tag für Trier", findet OB Wolfram Leibe und freut sich schon auf den 9. April 2018. Dann soll die Eröffnung gefeiert werden. Dass die ebenfalls wie zeitlich geplant über die Bühne geht, daran besteht kein Zweifel.

Der ambitionierte Zeitplan hat einen guten Grund. Im Frühjahr 2018 beginnt eine für Trier außerordentlich bedeutsame Tourismussaison, angekurbelt von Karl Marx und der ihm gewidmeten großen Landesausstellung, die am 200. Geburtstag am 5. Mai startet .

Da kommt die kräftige Ausweitung des Angebots an Übernachtungsmöglichkeiten gerade recht. Über rund 5200 Gästebetten verfügen die Trierer Beherbergungsbetriebe derzeit. 230 davon entfallen auf die Jugendherberge am Moselufer, die aber schon seit Jahren sehr oft komplett ausgebucht ist. Jährlich 55.000 Übernachtungen entsprechen einer Auslastung von 83 Prozent - ein nationaler Topwert. Im neuen viergeschossigen Erweiterungsbau an der Zurmaiener Straße entstehen Zimmer mit 142 Betten und fünf zusätzliche Seminarräume. Mit künftig 370 Betten avanciert die Römerstadt-Jugendherberge zum größten Beherbergungsbetrieb Triers und größten der 45 Familien- und Jugendgästehäuser zwischen Bad Marienberg und Saarbrücken. Aktueller Spitzenreiter: Oberwesel mit 270 Betten. Laut Jacob Geditz, Vorstandschef der Jugendherbergen Rheinland-Pfalz/Saarland, sind 90.000 Übernachtungen jährlich anvisiert. Das wären deutlich mehr als zehn Prozent aller Gästeübernachtungen. "Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Tourismusstadt Trier", stellt Jugendherbergswerk-Landespräsident Peter Schuler ohne Übertreibung fest. Rund 5,2 Millionen Euro lässt sich der rheinland-pfälzisch/saarländische Verband sein Großprojekt kosten. 3,8 Millionen fließen in den Neubau, der Rest in die Modernisierung.

Auch das Team um Betriebsleiter Georgios Tsanis (44) wird größer: "Aktuell sind es 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In einem Jahr werden es etwa 65 sein, allesamt Festangestellte."

"Nun sind wir an der Reihe zu liefern", weiß OB Wolfram Leibe. Sowohl die Fußgängerunterführung zwischen Maarviertel und Jugendherberge als auch die Busanbindung seien "suboptimal. Aber Baudezernent Andreas Ludwig und ich werden uns kümmern. Versprochen!"Info

 "Glück und Gottes Segen für dieses Jugendgästehaus": Dachdeckermeister Max Peiffer aus Bleialf hält den Richtspruch beim Richtfest
"Glück und Gottes Segen für dieses Jugendgästehaus": Dachdeckermeister Max Peiffer aus Bleialf hält den Richtspruch beim Richtfest Foto: Roland Morgen

Kindergeburtstag in der Jugendherberge

Die örtliche Jugendherberge - nur etwas für Gäste von außerhalb? Diese Zeiten sind längst vorbei. Mittlerweile gibt es auch Angebote für einheimisches Publikum. Zu den Spezialitäten der Trierer Römerstadt-Jugendherberge gehören auch Betriebs- und Jubiläumsfeste. "Bei uns werden viele Gelegenheiten gefeiert von der Kommunion bis zur Goldhochzeit", sagt Betriebsleiter Georgios Tsanis. Aktueller Renner seien Kindergeburtstage mit betreutem Spieleprogramm.

Infos online unter www.diejugendherbergen.de/trier