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Richtige Stoßrichtung

Den Mutigen gehört die Welt, sagt der Volksmund, es heißt aber auch, wer über das Ziel hinausschießt, der stürzt ab. So passierte es der UBM, die mit ihrem Antrag auf Verkauf der städtischen gbt-Anteile einen mutigen Vorstoß zur Sanierung der Stadtfinanzen gemacht hat. Allerdings war der Zeitpunkt denkbar ungeeignet. Erstens: Die Einführung von Hartz IV hat den Druck auf die Kommunen verstärkt, schnell preiswerten Wohnraum anzubieten. Das Standbein gbt kann da der Stadt Trier nur nützen. Zweitens: Die gbt wirft wieder eine stattliche Dividende ab, die die Stadt ohne steuerliche Verluste einsäckeln kann. Und drittens: Wohnungshaie aus Übersee mischen zur Zeit den öffentlichen Wohnungsmarkt in Deutschland auf. Tausende Mieter bangen um ihre sozialverträglichen Verträge. Unter diesen Vorzeichen war es ratsam, die gbt-Beteiligung nicht aufzugeben. Allerdings ist die Stoßrichtung, die Beteiligungen der Stadt auf den Prüfstand zu stellen, grundsätzlich richtig. Hier schlummert noch viel Einsparpotenzial. a.follmann@volksfreund.de