"Riesige Gaudi": Straßenfest in Schleich ein voller Erfolg
Schleich · Das Schleicher Straßenfest "Wie et frieja woar" ist und bleibt ein Renner. Die dreitägige Veranstaltung auf dem Dorfplatz vor der Schleicher Kirche könnte aber auch unter dem Motto "Spaß auf der Gass" stehen.
Schleich. Die Ortsgemeinde Schleich hat seit 26 Jahren ein gutes Händchen, wenn es darum geht, das Straßenfest "Wie et frieja woar" (Wie es früher war) auszurichten. Das passende Ambiente gibt der Dorfplatz vor der Pfarrkirche. Die Frauen des Ortes sorgen für leckere Gerichte aus Omas Küche, und der gute Wein sorgt für eine herausragende Stimmung. Wenn dann auch noch alte Handwerkstechniken gezeigt werden und gute Musik erklingt, dann kann das Fest als perfekt eingestuft werden.
Für die kurzweilige musikalische Unterhaltung sorgten in diesem Jahr die Winzerkapelle Ensch, der Männergesangverein Leiwen, die Band Two4You, die Vielharmonie und die Leitsgeheijer.
Als Hingucker erwies sich die Kulturgruppe Schillingen mit ihren Darbietungen über die Feldarbeit oder auch Roman Wenzler, der das kunstgerechte Behauen von Schieferplatten zeigte.
Schon in reichlicher Entfernung vor dem Dorfplatz nahmen die Besucher die besten Gerüche aus der Küche war. Die Schleicher Frauen servierten moseltypische Gerichte aus früheren Zeiten. Die Renner waren das Rindfleisch mit Remoulade, der Rollbraten oder auch die Blut- und Leberwurst.
Ortsbürgermeister Rudolf Körner freute sich am Montag über den großen Zuspruch an Gästen: "Es herrschte an allen Tagen ein ständiges Kommen und Gehen. Daher kann man die Besucherzahl nicht schätzen."
Zum Winzerspiel, dazu waren auch die Besucher eingeladen, gab Moderator Michael Scholer den Startschuss. Dabei galt es ein Weinfass schnell über eine bestimmte Strecke zu rollen oder eine mit Wasser gefüllte Hotte schnell auf dem Rücken bis zu einer Bütte zu tragen und auszuschütten. Dies natürlich zur Freude der Zuschauer, denn kein Wettkämpfer schaffte den Weg ohne ordentlich nass zu werden. Die Fassrollerin Monika Smith sagte anschließend unter dem Beifall der Zuschauer: "Teufel, ist das Ding schwer."
Den Wettkämpfern ist es am Ende egal, wer denn nun der schnellste Roller war oder das meiste Wasser transportierte.
Alle sind sich einig: "Die Gaudi war riesig. Alle Teilnehmer haben gewonnen, ohne dass jemand auf dem berühmten Treppchen stehen muss." dis